Börsencrash in Athen
Ausverkauf bei griechischen Bankaktien

In Athen läuft der Aktienhandel wieder – das erste Mal seit Ende Juni. Investoren schmeißen vor allem Bankaktien auf den Markt, die bis zu 30 Prozent an Wert verlieren. Dabei geht es den Instituten selbst wieder besser.
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AthenDie Börse Athen ist nach fünf Wochen wieder geöffnet – und bricht zunächst deutlich ein. Die größten Kursverluste verzeichneten dabei die Bankentitel. Bei der Piraeus Bank und der National Bank of Greece sackte der Kurs jeweils mit 30 Prozent bis zum erlaubtem Maximum ab.

Der Athener Leitindex ASE lag gegen 16 Uhr noch 16,5 Prozent im Minus, nachdem die Kurse gleich nach Eröffnung um fast 23 Prozent verloren hatten. Von den 58 Werten im Athener Leitindex sind nunmehr fast 40 Prozent unter einem Euro Wert und damit sogenannte Pennystocks. Der Bankenindex notiert dauerhaft mit 30 Prozent im Minus.

Spannend dürfte werden, wie sich Banktitel am Dienstag entwickeln. Können sie wieder anziehen? Insider berichten am Nachmittag, dass griechische Banken inzwischen wieder ein leichtes Geldpolster angesammelt hätten. Griechenland werde daher voraussichtlich in den nächsten Wochen nicht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) um mehr Nothilfen für die Institute nachfragen, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Liquiditätspuffer der Geldhäuser sei inzwischen auf rund fünf Milliarden Euro angewachsen. Als es in der Griechenland-Krise Spitz auf Knopf stand, seien es lediglich ein bis zwei Milliarden Euro gewesen. Erhöhungen der ELA-Bankenhilfen, Steuerzuflüsse sowie Zuflüsse aus dem Tourismus hätten für eine Verbesserung der Lage gesorgt.

Die griechischen Banken waren von Ende Juni an mehrere Wochen geschlossen. Bürger und Firmen hatten zuvor aus Sorge, das Land könnte aus dem Euro ausscheiden, ihre Konten leergeräumt. Den Instituten drohte das Geld auszugehen. Nur noch mit den ELA-Nothilfen der griechischen Notenbank, die die EZB genehmigt hatte, hielten sie sich über Wasser.

Die Regierung dämmte schließlich die Finanzabflüsse mit der Beschränkung des Kapitalverkehrs und der zeitweiligen Schließung der Banken ein. Seit dem 20. Juli sind die Institute nun wieder offen – Kapitalverkehrskontrollen gelten aber weiter und es gibt strikte Obergrenzen für Konto-Abhebungen.

„Es gab relativ wenig Abflüsse und es gab tatsächlich eine Woche im Juli, in der es Nettozuflüsse in die Banken gab“, sagte ein Insider. Die EZB genehmigte nach früheren Informationen von mit der Situation vertrauten Personen im Juli zwei mal eine Anhebung der Obergrenze für die ELA-Hilfen um je 900 Millionen Euro. Aktuell liegt der Rahmen für diese Geldspritzen bei rund 91 Milliarden Euro. Es wird erwartet, dass der EZB-Rat am Mittwoch bei seiner Sitzung erneut über die Notkredite berät.

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  • Rette sich wer kann!
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    Das ist die Devise.
    Und die Spekulanten halten sich daran. Sie schmeißen die Schrottpapiere aus ihrem Portfolio.
    Aber sie machen keine Verluste; der deutsche Steuerzahler haftet ja dafür.
    Es ist also risikolos für sie. Danke Angela, Du bist eine echte Freundin!

  • Jetzt ist es raus, ich bin der DAX.

  • Das juckt mich nicht mal im DAX, denn ich habe gar keine Aktien.

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