Börsengänge
Für China-Börsengänge wird es enger

Das Boomland China setzt auch bei Börsengängen neue Maßstäbe. Ende Oktober sammelte die China Construction Bank (CCB) in Hongkong über neun Mrd. US-Dollar ein. Der weltgrößte Börsengang seit über vier Jahren lohnte sich auch für die Investmentbanken: Allein für diesen Deal kassierten die beteiligten Institute Morgan Stanley, Credit Suisse und China Capital nach Informationen aus Finanzkreisen etwa 300 Mill. Dollar.

HB/mm FRANKFURT. Die Bank ist das erste der vier großen chinesischen Geldhäuser, das den Weg an die Börse suchte. Die Emission gilt als wichtiger Testfall für den Börsengang der Bank of China, die möglicherweise im März oder April des kommenden Jahres folgen soll. Den Auftrag für diese Platzierung, deren Volumen auf etwa vier Mrd. Dollar geschätzt wird, haben Goldman Sachs, UBS und die Bank of China International erhalten. Bankenkreise gehen davon aus, dass das Mandat den Konsortialführern etwa 120 Mill. Dollar an Honoraren bringen wird.

Die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), die führende der „großen vier“ plant nach Informationen aus Finanzkreisen 2007 den Sprung auf das Parkett. Ob der Börsengang des Instituts, das mit der Deutschen Bank auf dem chinesischen Markt kooperiert, gelingt, hängt im wesentlichen davon ab, wie das Geldhaus mit dem Thema notleidende Kredite umgeht. Die ICBC ist der größte chinesische Darlehensgeber. „Das wird mit Sicherheit kein Spaziergang“, betont ein China-Experte einer großen Investmentbank.

Das gilt inzwischen allerdings für viele chinesische Börsengänge. In diesem Jahr kamen nach Angaben des Informationsdienstes Thomson Financial neue Aktien im Wert von 17 Mrd. Dollar an den Markt, nach 13 Mrd. Dollar im Vorjahr. Zahlreiche Banker fürchten allerdings, dass die hohe Zahl der Neuemissionen allmählich die Aufnahmefähigkeit des Marktes überlastet.

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