Börsengang
EFG Financial Products will an die Börse

Der Schweizer Vermögensverwalter EFG International will seine Derivatetochter EFG Financial Products an die Börse bringen. Allerdings erst dann, wenn die Gesellschaft einen Gewinn von rund 20 Millionen Franken erzielt.
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Der Schweizer Vermögensverwalter EFG International (EFGI) will seine Derivatetochter EFG Financial Products (EFGFP) an die Börse bringen. EFGFP würde damit zum ersten börsennotierten Anbieter, der ausschließlich strukturierte Produkte im Angebot hat. Voraussetzung für ein Initial Public Offering (IPO) sei allerdings eine Gewinnsteigerung und eine Erholung der Finanzmärkte.

„In diesem Markumfeld ist ein IPO nicht realistisch“, sagte der stellvertretende EFGI-Chef Lukas Ruflin am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Zürich. Die mit zu hohen Kosten kämpfende Muttergesellschaft will sich auf das Kerngeschäft Private Banking und gewisse Asset-Management-Dienstleistungen konzentrieren. Die Beteiligung an der Derivatesparte soll im Zuge des Börsengangs auf unter 20 Prozent von gegenwärtig 57 Prozent abgebaut werden. Mit dem Erlös will EFGI auch seine Bilanz stärken. Die Unabhängigkeit dürfte es EFGFP zudem erleichtern, Produkte für Drittbanken anzubieten, sagte Ruflin.

EFGFP erwirtschaftete 2010 einen Gewinn von rund zehn Millionen Franken und dürfte im laufenden Jahr etwas zulegen können. „Bezüglich der Profitabilität sind wir noch nicht auf dem Niveau, auf dem wir gerne wären“, sagte Ruflin. „Darauf werden wir den Fokus in den kommenden Monaten richten.“ Erst wenn die Gesellschaft einen Gewinn von rund 20 Millionen Franken erziele und weitere Zunahmen in Aussicht stellen könne, sei die Firma reif für einen Börsengang. EFG Financial Products ist seit 2007 aktiv. Gemessen an der Anzahl der Produkte und am verwalteten Vermögen von rund 3,3 Milliarden Franken ist die Gesellschaft einer der kleinen Anbieter auf dem europäischen Markt für Zertifikate und Hebelprodukte. Sie ist in Europa mit Standorten in der Schweiz, Monaco, Frankfurt, London, Paris und Madrid vertreten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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