Börsengang
Glencore will mit Mega-IPO zehn Milliarden einnehmen

Einer der größten Börsengänge Europas steht an: Der weltweit führende Rohstoffhändler Glencore International will bis zu zehn Milliarden Dollar einnehmen. Der Börsenwert soll bei bis zu 60 Milliarden Dollar liegen.
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Zürich/HongkongDer weltgrößte Rohstoffhändler Glencore erwartet von seinem Börsengang Einnahmen von rund zehn Milliarden Dollar. Die Preisspanne soll zwischen 480 und 580 Pence liegen, was dem Unternehmen in der Mitte der Spanne einen Börsenwert von insgesamt etwa 61 Milliarden Dollar geben würde. Bezogen auf die mittlere Höhe würde das IPO dem Unternehmen zehn Milliarden Dollar (sechs Milliarden Pfund) einbringen.

Glencore-Aktien sollen in London und Hongkong gelistet werden. Die erste Notierung soll am 19. Mai erfolgen. Fast ein Drittel der neuen Aktien wird von einer Gruppe von Großinvestoren übernommen. Dazu gehören angeblich Staatsfonds aus Abu Dhabi, Vermögensverwalter wie Blackrock und Großbanken wie die Credit Suisse.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem starken Interesse der Investoren an unserem einzigartigen Geschäftsmodel“, sagte Glencore-Chef Ivan Glasenberg. Die Preisspanne unterstreiche das langfristig angelegte Geschäftsmodell. Beobachter vermuten, dass Glencore mit der festgelegten Preisspanne nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um den neuen Aktien noch Aufwärtspotential nach dem Börsengang zu geben.

Glencore will den Boom der Branche nutzen und mit einem der größten Börsengänge Europas seine Kasse füllen. Der bis dato verschwiegene Konzern mit Sitz im steuerbegünstigten Schweizer Kanton Zug will im Mai 15 bis 20 Prozent seiner Anteile an die Börse bringen.

Torsten Riecke leitet das Ressort Meinung & Analyse. Er befasst sich vor allem mit Wirtschafts- und Finanzthemen.
Torsten Riecke
Handelsblatt / International Correspondent
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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