Börsengang sorgt für Furore
Anleger greifen bei Bank of China zu

Der anstehende Börsengang der Bank of China sorgt schon für Furore. Die Aktien der zweitgrößten Bank im Reich der Mitte waren bereits am ersten Tag der Zeichnungsfrist am Freitag stark gefragt. Nach Berichten in chinesischen Medien sind die Papiere schon jetzt zwei- bis dreifach überzeichnet.

PEKING. Das für den 1. Juni geplante IPO an der Börse Hongkong dürfte mit einem Volumen von 9,8 Mrd. US-Dollar in diesem Jahr zu einer der weltweit größten Aktienemissionen werden. Für Privatanleger sind die Chancen dabei zu sein jedoch eher gering: Nur fünf Prozent der Anteile werden an private Anleger vergeben, der Rest ist für institutionelle Investoren reserviert. Organisiert wird der Börsengang von BOC International Holdings, Goldman Sachs und UBS.

Für Kleinanleger beginnt die Zeichnungsfrist am Donnerstag, der Ausgabekurs wird voraussichtlich eine Woche später festgelegt. Durch eine Mehrzuteilungsoption könnte das Volumen des Börsengangs bis auf 11,3 Mrd. US-Dollar steigen. Zunächst sollen 10,5 Prozent des Aktienkapitals an die Börse gebracht werden. Die Preisspanne für die 25,57 Mrd. Aktien beträgt 2,50 bis drei Hongkong-Dollar. Händler rechnen damit, dass der Zeichnungspreis wegen der großen Nachfrage die obere Grenze erreichen wird.

Damit wird Bank of China mit rund zehn Prozent höheren Ausgabekursen starten als die beiden anderen chinesischen Banken, die bislang den Gang an die Börse gewagt haben. Die China Construction Bank (CCB) und die Bank of Communications (BoComm) wurden im vergangenen Jahr ebenfalls in Hongkong notiert.

Die Bank of China hat an zwölf Großinvestoren bereits Aktien im Wert von 2,6 Mrd. US-Dollar vergeben. Dazu gehören unter anderem der Vorstandschef der Henderson Land Development Company, Li Zhaoji, und die beiden Versicherer China Life und Ping An.

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