Borussia Dortmund
Ousmane Dembélé, der BVB-Aktienkurstreiber

Die Aktie von Borussia Dortmund erreicht den höchsten Stand seit 2001. Das liegt vor allem an Ousmane Dembélé. Aktionäre warten gespannt, ob der Shootingstar für eine kaum vorstellbare Rekordsumme nach Spanien wechselt.
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DüsseldorfBleibt er oder geht er? Die Spekulationen um einen möglichen Rekordtransfer von Borussia Dortmunds Shootingstar Ousmane Dembélé zum FC Barcelona wirken sich auch auf den Börsenkurs des Fußballklubs aus: Ein BVB-Anteilsschein kostete am Mittwochmittag zwischenzeitlich 6,60 Euro – so viel wie zuletzt vor 16 Jahren.

Das Papier ist bei Aktionären schon länger gefragt, die Gerüchte über den möglichen Rekordtransfer hatten die Aktie in den vergangenen Tagen noch einmal kräftig getrieben. Am Nachmittag büßte sie weite Teile ihrer Gewinne allerdings wieder ein.

Medienberichten zufolge verhandelt eine Delegation aus Barcelona mit den Verantwortlichen der Borussia über einen Wechsel Dembélés nach Spanien. Die Ablöse soll demnach zwischen 120 und 150 Millionen Euro liegen.

Für den BVB wäre der sportliche Verlust zwar immens und nicht zu kompensieren. Gleichwohl hätte der Verein, der den Franzosen im Sommer 2016 für 15 Millionen Euro von Stade Rennes verpflichtet hatte, ein finanziell höchstlukratives Geschäft erzielt. Die Aussicht auf diesen Geldregen lockt natürlich auch die Investoren.

Als einzig börsennotierter Profiklub in Deutschland muss Borussia Dortmund seine Aktionäre umgehend mit einer Ad-hoc-Mitteilung über Ereignisse informieren, die den Aktienkurs beeinflussen könnten. Dazu dürfte auch ein Millionenangebot im dreistelligen Bereich zählen. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke lehnte am Mittwoch auf Anfrage des SID eine Stellungnahme ab.

In Medienberichten hieß es, eine Einigung über den Transfer des Spielers sei am Mittwoch nicht zustandegekommen. Zu sehr liegen offenbar die Preisvorstellungen auseinander: Barcelona möchte rund 100 Millionen Euro zahlen, der BVB fordert den Berichten zufolge rund 150 Millionen Euro.

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  • Im Fußball gibt es eigentlich nur ein Geschäftsmodell, nämlich einen attraktiven und erfolgreichen Fußball zu spielen. Das kann der Verein am besten mit guten bis sehr guten Spielern. Das Geschäftsmodell kann nicht heißen, gute Spieler zu sehr guten Spielern auszubilden, um diese dann für horrende Summe zu verkaufen. Damit lockt man keine Zuschauer vor den TV oder in das Stadion. Das ist konteraproduktiv und wird auf Dauer den Aktienkurs eher fallen lassen. u

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