Britisches Kartellamt zu LSE-Übernahme
Deutsche Börse fest

dpa-afx FRANKFURT. Die Deutsche-Börse-Aktie hat am Dienstag kräftig zugelegt und zeitweise nur knapp unter ihrem bisherigen Rekordhoch von 81,25 Euro notiert. Händler und Analysten verwiesen vor allem auf die endgültigen Aussagen der britischen Wettbewerbsbehörde über die Möglichkeit einer Übernahme der Londoner Börse (LSE) . Es habe diesbezüglich aber keine Überraschungen gegeben.

Bis 14.20 Uhr stieg das Papier des Frankfurter Börsenbetreibers um 1,87 Prozent auf 79,97 Euro - das bisherige Tageshoch lag bei 80,88 Euro. Der Dax gab zuletzt um 0,20 Prozent auf 4 919,10 Punkte nach. Aktien der LSE legten 0,53 Prozent auf 569,50 Pence zu, in Frankreich stieg der Euronext-Kurs um 1,97 Prozent auf 36,15 Euro.

"Die Stellungnahme der Wettbewerbsbehörde enthält zwar keine Neuigkeiten, doch ist sie meines Erachtens der einzige Grund für den Kursanstieg der Deutsche-Börse-Aktie", sagte ein Analyst. Dass das britische Kartellamt im Fall einer Übernahme der LSE auf die Unabhängigkeit des Abwicklungsgeschäfts poche, ließe allerdings mehrere Interpretationen zu.

"Manche sehen darin im Hinblick auf eine mögliche, wenn auch derzeit absolut unwahrscheinliche LSE-Übernahme durch die Deutsche Börse einen Pluspunkt für die Frankfurter", sagte er. Die Deutsche Börse bietet - anders als die ebenfalls an der LSE interessierte Euronext - weder Clearing noch Settlement für britische Aktien an. "Andere sagen, dadurch könnte es eher zu einer Fusion zwischen Deutscher Börse und Euronext kommen". In jedem Fall aber müsse und werde es über kurz oder lang zu einer Konsolidierung in der europäischen Börsenlandschaft kommen. Da sollte die Deutsche Börse ein Fusionspartner sein - egal, ob mit der LSE oder der Euronext.

Ein weiterer Analyst verwies neben den erneut aufkeimenden Fusionsspekulationen auch auf die anstehenden monatlichen Umsatzzahlen an den deutschen Wertpapierbörsen. "Hier dürften wieder starke Zahlen veröffentlicht werden", sagte er. Zudem lege die Deutsche Börse am kommenden Montagabend ihre Bilanz zum dritten Quartal vor, die ebenfalls sehr gut ausfallen sollte.

Der Amtsantritt des neuen Vorstandschefs Reto Francioni an diesem Dienstag wurde von Analysten und Händlern nicht als kurstreibend angesehen. "Das ist nur ein Datum", sagte ein Analyst. Alles andere sei bereits bekannt./

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