Broker-Ranking
Gute Noten für Genossenschaftsbanker

Deutsche Investmenthäuser bieten das beste Research für mittelgroße und kleinere Aktien. Das ermittelte das US-Analysehaus Starmine in seinem aktuellen Ranking für die besten Broker mit Blick auf die Indizes für deutsche Mid- und Small-Caps. Besonders gut schnitt eine Genossenschaftsbank ab.

FRANKFURT. Die genauesten Gewinnschätzungen lieferte die DZ Bank für MDax- und Tec-Dax-Titel. Die Analysten von Oppenheim haben die besten Aktienempfehlungen für MDax-Werte abgegeben. Bei Aktientipps im Technologie-Aktienindex TecDax lag Dresdner Kleinwort vorn. Im SDax bieten CA Cheuvreux die besten Aktientipps und HVB die genauesten Gewinnschätzungen. Für das Starmine-Ranking, das dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, untersucht das Researchhaus die Aktienempfehlungen für Werte aus dem Dax, MDax, SDax und TecDax, außerdem die Güte der Gewinnschätzungen in den zwölf Monaten bis Ende September.

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Auch vor einem Jahr belegten deutsche Häuser die vorderen Ränge bei den Indizes für Mid- und Small-Caps. „Die lokalen Analysten verstehen besser, wie die Firmen arbeiten, sie sind näher dran als globale Broker“, sagt Stuart McLean, Europa-Chef bei Starmine.

Bei den Analysen der Dax-Werte haben internationale Broker dagegen aufgeholt. So haben Citigroup und Credit Suisse in diesem Jahr die besten Empfehlungen und Gewinnschätzungen für Dax-Titel abgegeben. Unter den Top Ten finden sich nun rund zur Hälfte internationale Anbieter – deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Starmine begründet dies mit steigendem Interesse der globalen Banken am deutschen Markt.

Auffällig ist, dass beim aktuellen Dax-Ranking gegenüber dem Vorjahr relativ viele neue Namen auftauchen. McLean von Starmine begründet dies mit dem steigenden Wettbewerb im Dax-Titel-Research. Größere Stabilität sieht man hingegen bei mittelgroßen und kleineren Werten.

Der Shootingstar über alle Indizes hinweg ist mit Dresdner Kleinwort ein Haus in deutschem Besitz. Die Allianz-Tochter schaffte es erstmals in die Top Ten, platzierte sich in sechs von acht Kategorien und ist zweitbestes Brokerhaus für deutsche Aktien. McLean nennt den Grund: „Dresdner Kleinwort hat 2005 das Research restrukturiert“, sagt er. Der neue Aktienresearch-Chef Deutschland, Kai Kaufmann, fährt für den deutschen Markt zweigleisig mit insgesamt 43 Analysten in London und Frankfurt. Large Caps (Aktien großer Firmen) analysieren Sektoranalysten mit einem europäischen Fokus. Auf sechs Analysten aufgestockt hat Kaufmann zudem das Research für mittelgroße und kleinere Werte in Frankfurt. Mittelfristig sollen die Experten ihren Beobachtungsradius auf 75 bis 80 Nebenwerte verdoppeln. Kaufmann hat damit offenbar Erfolg: In diesen Kategorien schneidet Dresdner Kleinwort am besten ab. „Als deutsches Haus sehen wir Deutschland als unseren Schwerpunkt an“, sagt er.

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