Bundesverbandes Öffentlicher Banken
Banken sehen keine Jahresendrally

Die Experten aus sechs Mitgliedsbanken des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) prognostizieren für die kommenden Monate eine stark volatile Entwicklung der Aktienindizes. Sie erwarten für das kommende Quartal im Durchschnitt keinen steigenden Dax, sondern sehen erst auf Sicht von sechs Monaten eine Kurserholung. Die Prognosen im Einzelnen.

HB FRANKFURT. Die Analysten begründen ihre Prognose mit erheblichen Unsicherheiten beim Wachstum der US-Wirtschaft. Nach Meinung der Analysten können die Marktteilnehmer im Verlauf des Jahres 2008 wieder auf eine positive Entwicklung der Aktienmärkte setzen. Zwischenzeitlich drohten jedoch noch schlechte Nachrichten.

Angesichts der deutlich über dem langfristigen Trend liegenden Unternehmensgewinne werde die Luft für weitere Ergebnissteigerungen dünner, heißt es. Die Abschwächung des Dollar sowie der steigende Rohölpreis belasteten die Gewinnentwicklung europäischer Unternehmen. Zudem beeinflussten die Hypotheken- und Liquiditätskrise die Erfolgsrechnungen der börsennotierten Banken negativ.

Die Prognosen der Analysten unterscheiden sich in den Volatilitätseinschätzungen, sehen auf sechs Monate jedoch eine Kurserholung. Für die Entwicklung des Dax auf drei und auf sechs Monate stellen die VÖB-Experten folgende Prognosen:

DIE EINSCHÄTZUNG DER EXPERTEN IN DEN ÖFFENTLICHEN BANKEN
BankDax in 3 MonatenDax in 6 Monaten
BayernLB79008100
DekaBank75008000
Helaba72007400
HSH Nordbank78008200
NordLB77008050
WestLB74007500

Aufgrund zahlreicher Unsicherheiten, z. B. bei der Entwicklung im Wohnungsbau sowie beim privaten Verbrauch, rechnen die Experten der VÖB-Banken für die USA mit einer längeren Wachstumsphase unterhalb des Potenzialpfades.

Leitzinssenkungen der US-Notenbank könnten die Lage vorerst stabilisieren und so zur Vermeidung eines nachhaltigen konjunkturellen Rückschlags in den USA beitragen. Langfristig werde sich die Fed jedoch mit höheren Inflationsrisiken auseinandersetzen müssen. Für die Aktienmärkte bedeute dies eine Unterbrechung der positiven Impulse seitens der Geldpolitik. Damit rückten fundamentale Konjunkturdaten wieder wesentlich stärker ins Blickfeld der Anleger. Ein „hard landing“ der US-Konjunktur stehe jedoch nicht bevor.

Für Euroland gehen die Analysten der VÖB-Banken davon aus, dass der Anstieg beim privaten Verbrauch die konjunkturelle Entwicklung zunehmend stützt. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 12,8 beim DAX böten sich nach der Neubewertung der Risiken zunehmend Chancen auf eine positive Entwicklung am Aktienmarkt. Trotz der Abschwächungstendenzen in den USA befinde sich die Weltwirtschaft in robuster Verfassung. Dies bilde die Basis für eine aufwärts gerichtete - wenn auch im Vergleich zu den letzten Jahren weniger dynamische - Gewinnentwicklung der Unternehmen. Nach Meinung der VÖB-Analysten werden diese Rahmenbedingungen ab Jahresbeginn 2008 wieder zu ansteigenden Kursen an den Aktienmärkten führen.

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