Charttechniker ist für den Dax optimistisch
Gute Chancen für weitere Kurszuwächse

An den großen internationalen Börsen sind die seit März gültigen sekundären Aufwärtstrends in den letzten Wochen von einer Konsolidierungsphase geprägt worden. Aus charttechnischer Sicht spricht aber vieles dafür, dass mittelfristig Kurszuwächse zu erwarten sind.

FRANKFURT/M. Anlass zur Hoffnung bieten etwa die Entwicklungen in den letzten Tagen: So haben der Deutsche Aktienindex (Dax), der holländische AEX und der Schweizer SMI in der Vorwoche ihre oberen Widerstandsbegrenzungen der seit drei bis vier Wochen gültigen Konsolidierungszonen überwunden. Damit setzen sie ihre übergeordneten sekundären Aufwärtstrends fort. An den US-Aktienbörsen liegen im kurzfristigen Zeitfenster zwar noch immer seitwärts ausgerichtete Konsolidierungszonen vor, jedoch zeigte sich auch hier die Nachfrageseite in der letzten Woche recht robust.

Das auffallendste marktechnische Argument, das mittelfristig für Kursgewinne spricht, ist die bei einigen Indizes wieder ansteigende Bewegungsdynamik, in Verbindung mit dem laufenden aufwärts ausgerichteten Bewegungsimpuls.

Beim Dax fällt der intakte sekundäre Aufwärtstrend auf, der Mitte letzter Woche durch neue Bewegungshochs im Kursverlauf wieder aufgenommen wurde. Interessant ist, dass mit dem Überwinden der jüngsten Widerstände bei 3 430 bis 3 452 Punkten per Schlusskurs Donnerstag der Weg nach oben hin für den Index zumindest dahingehend leichter werden sollte, als sich kaum noch wichtige Widerstände herleiten lassen. Markttechnisch gesehen wird der laufende vorsichtige Aufwärtstrend weitestgehend bestätigt. Allerdings muss dennoch weiter mit Korrekturen gerechnet werden. Wir erwarten, dass ein möglicher Kursrückgang im Dax bis auf höchstens 3 396 Indexpunkte als gesunde Reaktion zu werten wäre und die Chancen auf ein neues Bewegungshoch nach Abschuss der Reaktion recht hoch sind. Würde dagegen der Dax unter 3 370 Punkte fallen, wäre dies ein wichtiges Indiz dafür, dass die notwendige Dynamik, um einen stabilen Anstieg zu gewährleisten, wohl doch als niedriger anzusehen wäre, als wir aktuell unterstellen. Bei einem Rutsch in Richtung 3 330 ist anzunehmen, dass die Entwicklung zum Wochenende hin wohl ein „Fehlsignal“ darstellt und unsere positive Erwartungshaltung auf dem Zeitstrahl nach hinten zu verschieben ist.

Uwe Wagner ist technischer Analyst bei der Deutschen Bank in Frankfurt/Main.

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