Chinesischer Ölriese gilt unter Experten als gut positioniert
Analysten sehen Chancen bei Petrochina

480 000 Mitarbeiter, 29 Raffinerien und gut ein Dutzend Chemiefabriken – kaum ein Konzern veranschaulicht Chinas Superlative besser als Petrochina.

HB PEKING. Das Unternehmen ist Gewinner des Wirtschaftsbooms, der einen gigantischen Energiehunger ausgelöst hat. Eine stark wachsende Industrie, immer mehr Autos und große Nachfrage nach Plastikprodukten heizen die Nachfrage an. „Wenn China sich weiter modernisiert, wird die Nachfrage nach Öl und anderen Energieträgern deutlich steigen“, meinen die Experten von Standard & Poors.

Beflügelt von diesen Aussichten und von steigenden Ölpreisen kletterte der Petrochina-Aktienkurs in Hongkong in den vergangenen Tagen sogar auf über sechs Hongkong-Dollar – ein Rekord. Für Anleger der ersten Stunde ist die Aktie damit zum lukrativen Investment geworden: Seit dem Börsengang im Jahr 2000 hat sich der Kurs des von der Regierung geformten Ölförderers mehr als vervierfacht. Und seit Anfang 2005 haben die Titel 25 Prozent zugelegt. Inzwischen zählt der Ölriese nach der Marktkapitalisierung zu den wertvollsten Unternehmen Asiens. Allerdings gehört Petrochina noch immer zu 90 Prozent der Mutter China National Petroleum Corp (CNPC), die die Tochter vor fünf Jahren an die Börse führte. Inzwischen halten aber schon Anleger wie der Investment-Guru Warren Buffet und die Investmentbank JP Morgan Anteile an Petrochina.

Petrochina ist gut positioniert: Vom gesamten Öl und Gas Chinas produziert der Konzern zwei Drittel. Gestärkt durch einen Rekord-Nettogewinn von 12,5 Mrd. Dollar 2004 will Petrochina dieses Jahr rund 7,4 Mrd. Dollar in den Ausbau von Produktion und Exploration stecken. Der Ölriese verfügt bereits über Ölquellen rund um die Welt und ist nach Börsenkapitalisierung weltweit nach Exxon Mobil, Royal Dutch/Shell, BP und Total die Nummer fünf in der Öl- und Gasbranche.

Vor kurzem hat Petrochina zudem einen geschickten Schachzug gemacht. Für gut zwei Mrd. Euro wurde die Hälfte aller Vorkommen der Mutter CNPC übernommen und in eine neue Gesellschaft eingebracht. Petrochina bekomme über die enormen Ölquellen die „hunderprozentige Kontrolle, zahlt aber nur 50 Prozent“, triumphierte Finanzvorstand Wang Guoliang. Dafür steigt die tägliche Produktion von 2,5 Mill. Barrel am Tag um mehr als die Hälfte, die Reserven verneunfachen sich auf einen Schlag.

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