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Daimler sehr stark - Kreise: Schrempp tritt zurück - Zahlen

Die Aktien von Daimler-Chrysler sind am Donnerstag nach Spekulationen über einen Rücktritt des Konzern-Chefs Jürgen Schrempp nach oben geschossen. Die positive Stimmung für Daimler-Chrysler werde zusätzlich durch die besser als erwartet ausgefallenen Konzernzahlen angeheizt, sagte ein Händler.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien von Daimler-Chrysler sind am Donnerstag nach Spekulationen über einen Rücktritt des Konzern-Chefs Jürgen Schrempp nach oben geschossen. Die positive Stimmung für Daimler-Chrysler werde zusätzlich durch die besser als erwartet ausgefallenen Konzernzahlen angeheizt, sagte ein Händler.

Die Titel des Autobauers stiegen bis 10.20 Uhr um 5,37 Prozent auf 38,28 Euro. Zwischenzeitlich waren sie bis auf 39,45 Euro emporgeschnellt. Der deutsche Leitindex Dax legte in dieser Zeit um 0,39 Prozent auf 4 874,44 Punkte zu.

Händler werteten die Meldungen zu Schrempp als "absolut positiv". Schrempp will nach Informationen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX noch in diesem Jahr zurücktreten. Nachfolger soll Chrysler-Chef Dieter Zetsche werden. Dies war am Donnerstag aus dem Umfeld des Konzerns zu erfahren. Schrempps Vertrag läuft noch bis April 2008. Er wolle offenbar nicht den Vorsitz des Aufsichtsrates übernehmen, erfuhr dpa-AFX. Schrempp ist seit fast genau zehn Jahren Chef des Autokonzerns. Die Führung beim US-Autobauer Chrysler soll der jetzige Zetsche-Vize Tom Lasorda übernehmen.

Auch Analysten äußerten sich positiv. "Es ist gut, wenn jemand geht, dessen Strategie nicht hingehauen hat", sagte ein Analyst. Schrempp seien viele Fehlentscheidungen vorgeworfen worden.

Die Konzernzahlen seien besser als erwartet ausgefallen, sagte ein Händler. Der Stuttgarter Autokonzern hatte zwar nach dem schwachen Start ins Jahr auch im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Allerdings fiel dieser deutlich geringer aus als erwartet. Vor allem wegen der smart-Sanierung und der noch angeschlagenen Kernmarke Mercedes-Benz schrumpfte das operative Ergebnis (Operating Profit) von 2,091 auf 1,7 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die 20 von dpa-AFX befragten Analysten hatten im Schnitt mit 1,3 Mrd. Euro gerechnet.

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