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dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen vom 13.09.2010 bis 17.0.2010

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 13.09.2010

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 13.09.2010

Montag

Bilfinger Berger AG

London - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat Bilfinger Berger mit "Buy" und einem Kursziel von 60 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Die Aktie werde im Vergleich zu den Wettbewerbern mit einem deutlichen Bewertungsabschlag gehandelt und besitze entsprechendes Aufwärtspotenzial, schrieb Analyst Gerhard Orgonas in einer Studie vom Montag. Die positive Gewinndynamik im Dienstleistungsgeschäft habe sich im zweiten Quartal bestätigt und die Berechenbarkeit im Bausegment nehme zu. Er verwies zudem auf das gute Händchen bei Zukäufen und Spielraum von 500 Mill. Euro für Ergänzungen des Servicebereichs.

Deutsche Bank AG

London - Goldman Sachs hat die Einstufung für die Aktie von Deutschen Bank nach Ankündigung der Kapital-Erhöhung auf "Neutral" mit einem Kursziel von 65,00 Euro belassen. Die Kapitalerhöhung sei hoch und dürfte den Markt negativ überraschen, schrieb Analyst Jernej Omahen in einer Studie vom Montag. Die Deutsche Bank müsse nun die Investoren überzeugen, dass mit dieser Kapitalerhöhung die Kapitalengpässe auch tatsächlich beseitigt seien.

Deutsche Postbank AG

Frankfurt - Das Analysehaus Kepler hat das Kursziel für die Aktie der Postbank von zwölf auf 24 (Kurs: 25,045) Euro verdoppelt, die Einstufung aber auf "Reduce" belassen. Viele Anleger seien enttäuscht über das angekündigte Pflichtangebot für eine Komplettübernahme durch die Deutsche Bank , schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Montag. Diese hätten auf einen Aufschlag auf den Mindestpreis spekuliert und die Aktie damit nach oben getrieben. Dennoch empfiehlt er die Annahme des Angebots. "Der Preis liegt deutlich über dem wirklichen Wert der Postbank", so Beckers Überzeugung. Wenn das Angebot nach einem Monat auslaufe, könnte der Kurs deutlich weiter in Richtung des fundamentalen Wertes von 12 Euro absacken. Becker kündigte daher an, sein angehobenes Kursziel wieder zu senken, sobald das Angebot der Deutschen Bank auslaufe. Dies dürfte gegen Ende Oktober der Fall sein.

Dientag

Eon AG

London - Die Unicredit hat Eon von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 29,10 auf 25,10 (Kurs: 22,695) Euro gesenkt. Bei RWE wurde das Kursziel von 63,90 auf 60,40 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Zwar gebe es nun eine klare Regierungsposition zur Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken, schrieb Analyst Lüder Schumacher in einer Studie vom Dienstag. Doch bleibe die langfristige Unsicherheit mit Blick auf die Haltung künftiger Regierungen erhalten. Daher berücksichtige er die negativen Effekte der neuen Nuklearsteuer vollständig in seinen Schätzungen, während die Laufzeitverlängerung hier nur geringfügig zu Buche schlage.

Oracle Corp

Paris - Die französische Großbank Societe Generale (Socgen) hat die Einstufung für Oracle vor Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 31,00 Dollar belassen. Insgesamt dürfte das erste Geschäftsquartal des Softwarekonzerns sowohl in den USA als auch in Europa anständig gelaufen sein, schrieb Analyst Richard Nguyen in einer Studie vom Dienstag. In Erwartung einer höheren Profitabilität des jüngst übernommenen Server-Spezialisten Sun habe er seine Prognose für den Oracle-Gewinn im gesamten Geschäftsjahr 2010/11 erhöht. Zudem sei die Aktie derzeit attraktiv bewertet.

Roche Holdings AG

London - Die US-Investmentbank Morgan Stanley (MS) hat Roche nach einer Reihe von Rückschlägen beim Blockbuster Avastin sowie weiteren in der Entwicklung befindlichen Medikamenten von "Overweight" auf "Equal-weight" abgestuft und das Kursziel von 249,00 auf 175,00 Franken gesenkt. Die jüngsten Misserfolge hätten seine Prognosen für das organische Umsatzwachstum geschmälert, schrieb Analyst Andrew Baum in einer Studie vom Dienstag. Zudem könnte sich die Ungewissheit der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Cash-Flow noch verstärken. Kurzfristig bestehe kaum Potenzial für besser als vom Markt erwartete Ergebnisse und er sehe nur wenig Kurstreiber.

RWE AG

Paris - Die Societe Generale (Socgen) hat RWE nach der Einigung auf eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke von "Hold" auf "Sell" heruntergestuft und das Kursziel von 54,00 auf 47,00 Euro gesenkt. Angesichts der zusätzlichen steuerlichen Belastungen wäre die im ursprünglichen Atomkonsens vereinbarte Abschaltung günstiger für die Versorger, schrieb Analyst John Honoré in einer Branchenstudie am Dienstag. Bei geringeren Reserven würden die Preise bei eventuellen Engpässen steigen, wovon die Betreiber der verbliebenen Kraftwerke profitierten. Wegen der zunehmenden Überkapazitäten müsse aber nun mit rückläufigen Strompreisen gerechnet werden.

Mittwoch

Best BUY

Paris - Die Societe Generale (Socgen) hat die Aktien von Best Buy nach Quartalszahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 41,00 Dollar belassen. Der Gewinn je Aktie des US-amerikanische Anbieters von Unterhaltungselektronik habe im zweiten Quartal 36 Prozent höher gelegen als von Analysten durchschnittlich erwartet, schrieb Analyst John Baillie in einer Studie vom Mittwoch. Auch Baillie hob seine Prognosen für das Gesamtjahr, um den positiven Trend mehr zu berücksichtigen.

GEA Group

ZÜRich - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Gea Group von 19,50 auf 23,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das neue Ziel reflektiere seine gestiegene Zuversicht in die Margenziele des Anlagenbauers, schrieb Analyst Sven Weier in einer Studie vom Mittwoch. Gea sei relativ krisenfest und nicht nur deshalb ein attraktives Übernahmeziel. Die Aktie gehöre unter den von ihm beobachteten Investitionsgüterwerten zu den werthaltigen Investments.

Hennes & Mauritz

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Hennes & Mauritz (H & M) von 245,00 auf 255,00 schwedische Kronen angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Ausblick der Modekette für das dritte Quartal sei noch solide, danach dürfte sich aber das Ergebniswachstum deutlich abschwächen, schrieben die Analysten in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Die mittelfristigen Perspektiven seien durch steigende Materialkosten und negative Währungseffekte eingetrübt. Insofern sei das Potenzial für eine positive Neubewertung der Aktie begrenzt.

Nokia

London - Jpmorgan hat die Einstufung für die Aktie von Nokia auf "Overweight" mit einem Kursziel von 9,00 Euro belassen. Die Titel des Handy-Herstellers seien unterbewertet und würden weiterhin mit einem deutlichen Abschlag zum Sektordurchschnitt gehandelt, schrieb Analyst Sandeep Deshpande in einer Studie vom Mittwoch. Im Jahr 2011 werde Nokia mehrere neue Smartphone-Produkte auf den Markt bringen. Seine Prognose für den Gewinn pro Aktie liege fünf Prozent über der des Marktes.

Donnerstag

Deutsche Boerse AG

DÜSseldorf - Die WestLB hat die Einstufung für die Aktie der Deutschen Börse nach den EU-Plänen zur Regulierung des außerbörslichen Derivatemarktes auf "Add" mit einem Kursziel von 60 Euro belassen (Kurs: 51,40 Euro). Die Regulierung sei kurzfristig gesehen kein Kurstreiber für die Aktie, schrieb Analyst Christoph Bossmann in einer Studie vom Donnerstag. Ziel der EU-Maßnahme sei es vor allem, standardisierte Derivate über die Börsen zu verrechnen und abzuwickeln. Dadurch dürfte das Volumen von an Börsen abgewickelten Derivaten zwar im Zeitverlauf deutlich steigen, doch die Deutsche Börse habe kein solches Clearing-Angebot für den sehr wichtigen Zinsswap-Markt.

FMC

Frankfurt - Die Commerzbank hat die Einstufung für Fresenius Medical Care (FMC) nach US-Berichten über zu hohe Preise im Dialysegeschäft auf "Hold" mit einem Kursziel von 45 Euro belassen. Die Diskussion, dass der Preisindex für Medikamente die Entwicklungen im Dialysebereich nicht ausreichend wiedergebe, erscheine ihm nicht wissenschaftlich genug, schrieb Analyst Frank Skodzik in einer Studie vom Donnerstag. Der Automatismus der Inflation sei eng an die Steigerung der Produktivität geknüpft und werde keinesfalls die Marke von zwei Prozent übersteigen, so der Experte.

Motorola INC

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Motorola nach der von dem Kreditinstitut veranstalteten Technology Conference auf "Buy" mit einem Kursziel von 10,00 Dollar belassen. Da die Nachfrage nach Mobiltelefonen derzeit das Angebot übersteige, scheine sich der Handy-Konzern im laufenden Quartal gut zu entwickeln, schrieb Analyst Brian Modoff in einer Studie vom Donnerstag. Zudem sei die Produktpipeline für Markteinführungen in den kommenden Quartalen solide gefüllt.

Porsche SE

DÜSseldorf - HSBC hat das Kursziel für Porsche SE von 38,00 auf 36,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Der gegenwärtige Bewertungsabschlag der Aktie zum Nettobarwert der Investments könnte sich weiter ausdehnen, schrieb Analyst Horst Schneider in einer Studie vom Donnerstag. Zur Schuldentilgung sei die Holdinggesellschaft Porsche SE auf Dividendenzahlungen der Beteiligungen an Porsche Zwischenholding Gmbh und Volkswagen AG angewiesen.

Praktiker

Frankfurt - Die Commerzbank hat Praktiker nach dem Umbau der Führungsspitze von "Hold" auf "Reduce" abgestuft, das Kursziel jedoch auf 6,00 (Kurs: 6,374) Euro belassen. Die Abstufung beruhe auf seiner Erwartung, dass der Handelskonzern zur Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal einen vorsichtigeren Ausblick für das Gesamtjahr geben könnte, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Donnerstag.

Freitag

BHP Billiton PLC

London - Die HSBC hat BHP Billiton von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel aber von 2 200 auf 2 250 Pence angehoben. Er sei noch nicht überzeugt, dass eine Übernahme der Potash Corp. wertsteigernd wirken würde, schrieb Analyst Andrew Keen in einer Studie vom Freitag. Das liege unter anderem an der oligopolistischen Marktstruktur im Düngemittelsektor, die einen veränderten operativen Ansatz im Weg stehe. Ob die mögliche Akquisition hinsichtlich der zyklischen Eigenschaften des Düngemittelproduzenten positiv sei, würde sich erst im Laufe der Zeit zeigen. Auf Basis der kurzfristigen Finanzdaten löse das Kaufangebot kaum Begeisterungsstürme aus. Sollte das Angebot auf mehr als 150 bis 160 Dollar je Aktie steigen, würde es noch unattraktiver. Die Kurszielerhöhung spiegele die jüngsten Ergebnisse des Bergbaukonzerns wider.

Hochtief AG

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Hochtief nach dem öffentlichen Übernahmeangebot des spanischen Baukonzerns ACS auf "Buy" mit einem Kursziel von 80,00 Euro belassen. Dass die Spanier lediglich das für Anleger unattraktive gesetzliche Mindestgebot für Hochtief offeriert haben, deute darauf hin, dass ACS die Anteile über die Börse billiger zu bekommen hofft als den Aktionären einen üblichen Aufschlag zu zahlen, schrieb Analyst Michael Kuhn in einer Studie vom Freitag. Er geht davon aus, dass ACS zum Ende der Angebotsperiode bereits knapp 50 Prozent der Hochtief-Anteile besitzen wird und dem Konzern damit nur noch ein geringer Anteil bis zur angestrebten Mehrheitsbeteiligung fehlen wird.

Oracle Corp

Paris - Die Societe Generale (Socgen) hat Oracle nach Zahlen zum ersten Geschäftsquartal 2010/11 auf "Buy" mit einem Kursziel von 31,00 Dollar belassen. Vor allem aufgrund der guten Entwicklung in den Bereichen Database und Hardware habe der Softwarekonzern erneut sehr gute Ergebnisse vorgelegt, schrieb Analyst Richard Nguyen in einer Studie vom Freitag. Da die Unternehmensprognosen für das zweite Quartal 2010/11 über seinen Erwartungen lägen, werde er seine Gesamtjahresschätzungen überprüfen.

SAP AG

ZÜRich - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Einstufung für SAP nach Oracle-Zahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 43,00 Euro belassen. Die Aktie bleibt zudem auf der "Credit Suisse European Focus List". Der Anstieg der Lizenzumsätze habe die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Philip Winslow in einer Studie vom Freitag. Der Ausblick für zweite Geschäftsquartal signalisiere ebenfalls ein über den Marktprognosen liegendes Wachstum. Die Ergebnisse stützten gemeinsam mit jüngsten Konjunkturdaten seine positive Einschätzung von Oracle sowie von SAP. Die gesenkte Kostenstruktur biete für SAP zusätzliche Hebelkraft auf der Gewinnseite.

Thyssen-Krupp AG

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Thyssen-Krupp auf "Buy" mit einem Kursziel von 31,00 Euro belassen. Die Erholungstendenz im europäischen Stahlsektor dauere fort, auch wenn die Gewinne nicht so schnell stiegen wie zu Jahresbeginn erwartet, schrieb Analyst Mathias Carlson in einer Branchenstudie vom Freitag. Zudem sei der Sektor derzeit attraktiv bewertet. Seine "Top Picks" innerhalb der Branche seien Thyssen-Krupp und Salzgitter.

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