Emissionsvolumen höher als erwartet
Metallspezialist SKW gibt Anfang Dezember Börsendebüt

Wegen der weltweit steigenden Nachfrage nach Stahl wird die Münchener SKW Metallurgie bei ihrem bevorstehenden Börsengang vermutlich mehr erlösen, als dies von Experten im Vorfeld erwartet wurde. Bis zu 62 Mill. Euro dürften die Aktien dem Unternehmen einbringen.

scc FRANKFURT. Bei einer Preisspanne von 27,50 bis 32,50 Euro, die der Spezialist für chemische Zusätze zur Herstellung von Edelstahl gestern bekannt gegeben hat, dürften die angebotenen 1,9 Mill. Aktien bis zu 62 Mill. Euro einbringen. Fondsmanager und Analysten hatten im Vorfeld der Emission lediglich mit gut 50 Mill. Euro gerechnet.

Neben der insgesamt guten Stahlnachfrage spricht die spezielle Nischen-Positionierung des Unternehmens für die Aktie. Mit der Spezialchemie von SKW entschwefeln und veredeln die Abnehmer Roheisen zu hochwertigem Stahl. Die Produkte der Münchener in diesem Bereich gelten als führend. Vorstandschefin Ines Kolmsee will mit dem Erlös aus dem Börsengang die Expansion nach Indien, Südkorea und Nordamerika vorantreiben. Mit potenziellen Übernahmekandidaten gebe es bereits Kontakt, kündigte sie gestern in Frankfurt an.

Die Analysten von SES Research rechnen in diesem Jahr mit einem Umsatz von 196,5 Mill. Euro. Bei einem Nettoergebnis von 9,2 Mill. Euro entspricht dies einem Gewinn je Aktie von 2,08 Euro. In den kommenden beiden Jahren soll der Umsatz erst auf rund 220 und dann auf 250 Mill. Euro steigen. Der Gewinn je Aktie soll dann bei 2,60 und anschließend bei 3,21 Euro liegen. SKW Metallurgie hatte in der Vergangenheit eine bewegte Geschichte, die bis ins Jahr 1908 zurückreicht. Als Tochter der ehemals börsennotierten SKW Trostberg wechselte das Unternehmen in den letzten Jahren mehrmals den Besitzer. Im Jahr 2004 ging SKW Metallurgie von Degussa an die im SDax notierte Beteiligungsgesellschaft Arques Industries. Von den nun angebotenen bis zu 1,9 Mill. Papieren stammen 800 000 von Arques. Die restlichen 1,1 Mill. Stücke kommen aus einer Kapitalerhöhung, so dass bis zu 36 Mill. Euro SKW direkt zufließen.

Die Aktien können ab Donnerstag bis zum 29. November gezeichnet werden. Konsortialführer ist die Investmentbank Viscardi, dazu gehören die NordLB und M.M. Warburg dem Konsortium an. Voraussichtlich am 1. Dezember wird die Aktie erstmals im Premiumsegment Prime Standard gelistet.

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