Aktien
Endgültiges Signal für einen breiten Bullenmarkt fehlt noch

Limburg (dpa-AFX) – Trotz des Ausbruchs des Dax aus seiner Seitwärtsbewegung und der euphorischen Reaktion der Anleger steht der endgültige, breite Aufbruch an den Aktienmärkten nach Einschätzung der Sentix-Experten noch aus.

Limburg (dpa-AFX) - Trotz des Ausbruchs des Dax aus seiner Seitwärtsbewegung und der euphorischen Reaktion der Anleger steht der endgültige, breite Aufbruch an den Aktienmärkten nach Einschätzung der Sentix-Experten noch aus. "Es scheint so, als dass die Superbullen auf ihre Überzeugung nochmals getestet werden", schrieb Analyst Patrick Hussy in einer Studie. Denn anders als beim Dax stehe bei einigen großen Indizes wie dem Ftse 100 , dem Swiss-Market-Index (SMI) oder dem Nikkei-225-Index das entsprechende Preissignal noch aus.

Für Anleger stelle sich nun die Frage, ob dies ausgeblendet werden soll oder nicht. Um das zu beurteilen, empfiehlt Hussy einen Blick auf den weltweiten Aktienindex Msci World, der ein "schlüssiges, globales Gesamtbild" liefere. Hier sei der seit 2007 andauernde Abwärtstrend gestoppt worden. Die endgültige Startlinie für einen breit angelegten Bullenmarkt stelle die Hürde bei etwa 1 240 Punkten dar, die zuletzt wie ein Deckel auf den globalen Märkten gelegen habe.

Nach Meinung Hussys wäre es nicht verwunderlich, wenn der deutsche Markt nach seinem Ausbruch nochmal zurücklaufe. "Ein solches, sehr übliches Szenario wäre strategisch kein Beinbruch, aber bei einer Größenordnung von fünf bis sieben Prozent Kursabschlag sehr schmerzhaft", schrieb Hussy.

Insgesamt sei die Lage nach wie vor mit der im Jahr 2004 vergleichbar. Der Markt habe geliefert, und die Anleger hätten nach der Auflösung der Seitwärtsphase abermals mit einem dynamischen Positionsaufbau reagiert, schrieb Hussy. Die enorme Zuversicht habe sich förmlich in den Investitionsgraden in Aktien entladen. Insbesondere die institutionellen Anleger suchten mittlerweile ihre Chancen auf der Käuferseite. Sollte es bei dieser Analogie zu 2004 bleiben, dürfte das vierte Quartal unter positiven Vorzeichen stehen.

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