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Erster "Entry Standard"-Teilnehmer Bau Design startet eher verhalten

Als erster Teilnehmer des neuen Börsensegments "Entry Standard" ist Design Bau am Dienstag eher verhalten in den Handel gestartet. Die Erstnotiz der Aktien des Kieler Fertighausbauers wurde auf Xetra bei 20,52 Euro etwas über dem Ausgabepreis von 20,00 Euro ermittelt.

dpa-afx FRANKFURT. Als erster Teilnehmer des neuen Börsensegments "Entry Standard" ist Design Bau am Dienstag eher verhalten in den Handel gestartet. Die Erstnotiz der Aktien des Kieler Fertighausbauers wurde auf Xetra bei 20,52 Euro etwas über dem Ausgabepreis von 20,00 Euro ermittelt. In den ersten Handelsminuten wurden die Papiere zwar darüber bei 20,71 Euro gehandelt, gaben dann aber bis leicht unter den Ausgabepreis nach. In den ersten zwei Stunden wechselten auf dem Xetra-System knapp 35 000 Papiere den Besitzer.

In den Entry Standard können kleinere und mittlere Unternehmen zu wesentlich niedrigeren formalen Eintrittskriterien als im Prime und General-Standard aufgenommen werden. So müssen sie etwa keinen Börsenprospekt ausgeben und auch später keine Quartalsberichte vorlegen. Im Vergleich zum Freiverkehr, in dem rund 5 900 Unternehmen gelistet sind, bekennen sich die Vertreter des Entry Standard jedoch zu mehr Transparenz.

ELF Weitere Unternehmen Wechseln

Nach Angaben der Deutschen Börse wechselten zeitgleich mit dem Börsengang von Design Bau am Dienstag elf Unternehmen aus dem Freiverkehr, der von nun an Open Markt genannt wird, in den Entry Standard. Dazu gehören etwa die Axxon Wertpapierhandelsbank aus Frankfurt, der Kölner IT-Dienstleister Tecon Technologies sowie auch zwei Unternehmen aus der Schweiz. Vor dem Start des neuen Segments hatte die Deutsche Börse ihre Erwartungen mit bis zu 20 Notierungen bis zum Ende des Jahres beziffert.

Die Wertpapierhandelsbank Close Brothers Seydler begrüßt das neue Segment und will selbst bis Ende des Jahres zwei bis drei Unternehmen bei ihrem Börsengang zur Aufnahme in den Entry Standard verhelfen. "Das Segment ist eine Chance für mittlere Unternehmen, vom Wachstumswert bis zum guten alten Mittelstand", sagte René Parmantier. Er verwies allerdings auf die höheren Risiken im Vergleich zu Prime und General-Standard-Werten.

Auch die Deutsche Börse betonte, der neue Teilbereich richte sich vornehmlich an qualifizierte Investoren, die die Chancen und Risiken in einem geringer regulierten Marktsegment einschätzen könnten.

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