Esmertec will vor der Sommerpause auf den Kurszettel
Mobilfunkexperte strebt an die Börse

Das Züricher Unternehmen Esmertec plant in den kommenden Wochen den Gang an die Börse. Es sei beabsichtigt, eine Notierung am Hauptsegment der Schweizer Börse SWX Swiss Exchange zu beantragen, teilte das Unternehmen mit.

pk FRANKFURT/M. Esmertec bezeichnet sich selbst als führenden Anbieter von Software-Lösungen für Mobiltelefone und „Embedded Systems“, also kleinen Rechnern zu Steuerungs- und Kontrollzwecken.

Als Konsortialführerin bei der Emission fungiert die schweizerische UBS. Die Deutsche Bank ist ebenfalls Mitglied in der Bankengruppe, die das Initial Public Offering (IPO) betreut. Die Erlöse aus dem Börsengang sollen für Akquisitionen und die Produktentwicklung verwandt werden. Nach Angaben aus Bankenkreisen soll der Börsengang noch vor der Sommerpause über die Bühne gehen. Weitere Einzelheiten sollen Mitte Juni veröffentlicht werden.

Esmertec wurde in den vergangenen Jahren von mehreren Venture-Capital-Fonds mit Risikokapital versorgt. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass in mehreren Finanzierungsrunden 27 Mill. Dollar und etwa zehn Mill. Euro investiert wurden. Roland Manger, Chef des deutschen Wagnisfinanzierers Early Bird, erklärte den beabsichtigten Börsengang in der Schweiz mit den geringeren Kosten im Vergleich zur US-Technologiebörse Nasdaq. Für den britischen Markt AIM sei Esmertec schon zu groß. Earlybird ist seit 2001 an Esmertec beteiligt.

Nach dem Platzen der Spekulationsblase am Neuen Markt gibt es in den Portfolien der Venture-Capital-Geber viele Firmen, die als börsenreif gelten. Ähnlich wie in Deutschland gibt es in der Schweiz viele potenzielle Kandidaten für den Kurszettel, allerdings kommt das Geschäft auch hier nur schleppend in Gang. Im Gespräch waren bisher rund ein Dutzend schweizerische Unternehmen, darunter Adexx Pharma, EFG Private Bank, HBM Bioventures, das Immobilienunternehmen Mobimo, die Beteiligungsgesellschaft Nebag, die Logistikfirmen Panalpina und Swissport, die in der Diagnostik tätige Prionics, der Metallverarbeiter Soudronic und das Biotech-Unternehmen Syme Quest.

Im Jahr 2003 erschien kein einziger Neuzugang auf dem Schweizer Kurszettel, 2004 wurden mit Austriamicrosystems, Basilea, Emmi und Ypsomed lediglich vier Börsengänge verzeichnet.

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