Europäische Aktien
Der Trend zeigt nach unten

Der Dow Jones Euro Stoxx 50, der die 50 führenden Standardwerte der Euro-Zone beinhaltet, steckt in einem Baisse-Trend. Zuvor hatte der Index – ausgehend von Kursen um 1 847 Punkten im März 2003 – eine fast fünfjährige Hausse durchlaufen. Eine Bodenbildung bei den europäischen Aktien zeichnet sich vorerst nich ab.

FRANKFURT. Im Sommer 2007 erreichte der Index ein Jahreshoch bei rund 4 573 Zählern, danach bildete sich eine Seitwärtspendelbewegung heraus, die den Charakter einer Dreiecksformation aufweist.

Im vierten Quartal 2007 steckte der Index in diesem Dreieck unterhalb der gestaffelten Widerstands-Zone von 4 550 bis 4 580 fest, dennoch konnte der Dow Jones Euro Stoxx 50 noch den gut dreijährigen Hausse-Trend verteidigen. Zum Jahreswechsel ist der Index dann mit einem Verkaufssignal aus der Dreiecksformation und dem alten Hausse-Trend herausgefallen.

Die Schwächephase, die durch den aktuell bei rund 3 600 Punkten liegenden Baisse-Trend begrenzt wird, setzt sich bisher aus drei mittelfristigen Trends zusammen: Dem Abwärtstrend im ersten Quartal dieses Jahres mit einem Kursrutsch von 4 500 auf 3 420 Punkte. Einem Erholungs-Trend von Mitte März bis Mitte Mai von 3 420 auf 3 900 Punkte, wobei der Bereich um die 3 900 Punkte erneut mittelfristig als massive Widerstandszone bestätigt wurde. Und nach den neuen Verkaufssignalen seit Mitte Mai ist es wieder zu einem neuen Abwärtstrend gekommen, so dass insgesamt bereits ein stattlicher Verlust von rund 33 Prozent vorliegt.

Aufgrund der überverkauften Lage sollte nun jederzeit eine Aufwärtsrally einkalkuliert werden. Allerdings fehlen nach dem Setzen neuer Jahrestiefs die mittelfristig überzeugenden Argumente, dass der Index bereits in eine technische Bodenformation eingetreten ist.

Die technische, defensive Haltung gegenüber dem Euro Stoxx 50 sollte daher erst gelockert werden, wenn eindeutige Hinweise vorliegen, dass der Aktien-Index den Baisse-Trend wieder verlässt. Diese eindeutigen Hinweise fehlen bislang aber noch.

Der Autor ist Analyst bei Commerzbank Corporates & Markets.

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