Französischer Pay-TV-Sender
Minderheitseigentümer bereitet IPO von Canal Plus vor

Geht der französische Pay-TV-Sender Canal Plus bald an die Börse? Ein Minderheitseigentümer bereitet einen IPO vor, um seine Anteile loszuschlagen. Noch könnte das Vorhaben jedoch vereitelt werden.
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ParisDer hochprofitable französische Bezahl-Fernsehsender Canal Plus könnte im April an die Börse gehen. Minderheitseigentümer Lagardere bereitet den Börsengang vor, um seine Beteiligung von 20 Prozent an Canal Plus loszuschlagen, der von Analysten mit bis zu 1,25 Milliarden Euro bewertet wird.

Noch könnte allerdings Vivendi die Börsenpläne in letzter Minute stoppen. Europas größter Telekom- und Unterhaltungskonzern hält 80 Prozent und hatte mit Lagardere bisher vergeblich über einen Kauf seiner Anteile verhandelt. Der Medienkonzern Lagardere will mit der Trennung von Canal Plus sein Portfolio straffen. Vivendi hatte allerdings erklärt, Vorrang vor der Aufstockung bei Canal Plus habe die Übernahme des 44-Prozent-Pakets von Vodafone am französischen Mobilfunkanbieter SFR.

Canal-Plus-Chef Bertrand Mehut wollte keine Einschätzung abgeben, ob es noch zu einer Einigung der beiden Großaktionäre kommen könnte. "Unsere ganze Firma ist motiviert, um diesen Börsengang zu einem Erfolg zu machen." Mehut sagte für 2011 und die folgenden Jahre ein Umsatzwachstum von zwei bis drei Prozent im Jahr voraus, die Margen sollen stabil bleiben.

Anders als der von notorischen Verlusten geplagte deutsche Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland verdient Canal Plus dank einer Basis von etwa sieben Millionen Kunden und eines in Frankreich exklusiven Sport- und Film-Programms gutes Geld. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um 3,1 Prozent auf vier Milliarden Euro, der Nettogewinn lag bei 357 Millionen Euro.

Lagardere wird bei seinen Börsenplänen von BNP Paribas und JPMorgan beraten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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