Geplanter Börsengang
Klöckner Pentaplast wählt Investmentbanken aus

Die Banken Jefferies und Goldman Sachs sollen den Börsengang des deutschen Folienherstellers Klöckner Pentaplast vorbereiten. Die Emission wird allerdings nicht in Frankfurt, sondern in den USA stattfinden.

FrankfurtDer rheinland-pfälzische Folienhersteller Klöckner Pentaplast kommt bei seinen Börsenplänen einen Schritt voran. Das Unternehmen aus Montabaur habe die Investmentbanken Jefferies und Goldman Sachs ausgewählt, um einen Börsengang vorzubereiten, sagten zwei mit den Vorgang vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Emission werde allerdings den Plänen zufolge nicht in Frankfurt stattfinden, sondern in den USA. Klöckner Pentaplast gehört mehrheitlich dem Finanzinvestor Strategic Value Partners (SVP), der sich ursprünglich über die Verbindlichkeiten eingekauft hatte und diese letztlich in Anteile tauschte.

Im Herbst 2014 war ein Verkauf des Unternehmens zum zweiten Mal binnen eines Jahres geplatzt. SVP hatte sich damals rund 1,5 Milliarden Euro als Kaufpreis erhofft. Seither ging es mit dem Gewinn aufwärts. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 (Ende September) stieg der Umsatz um acht Prozent auf 949 Millionen Euro, wie Pentaplast am Montag mitteilte. Der operative Gewinn (Ebitda) kletterte um 16 Prozent auf 155 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt gut 3000 Mitarbeiter.

Es war aus Teilen der Klöckner-Werke AG und der ehemaligen Hoechst AG (Kalle Pentaplast) entstanden, seit 2001 gehört es Finanzinvestoren.

Investmentbanker halten einen Börsengang außerhalb des Heimatmarktes nur dann für sinnvoll, wenn dort die meisten Konkurrenten gelistet sind oder das Unternehmen dort den Löwenanteil seines Geschäfts macht. Klöckner Pentaplast ist das zweite deutsche Unternehmen, das einen Börsengang in New York vorbereitet. Mauser, ein Hersteller von Industrieverpackungen, hat bei der Börsenaufsicht dort bereits im August die nötigen Unterlagen eingereicht.

Das für seine blauen Plastikfässer bekannte Unternehmen gehört seit Mai 2014 dem US-Finanzinvestor Clayton, Dubilier & Rice (CD&R), der dafür 1,25 Milliarden Euro gezahlt hatte. An die Börse begleitet wird Mauser federführend von BofA Merrill Lynch, Citi und Credit Suisse.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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