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Hannover Rück erholt - Händler: 'Katrina'-Aussagen erwartet

Aktien der Hannover Rück haben sich am Freitag von den starken Kursverlusten der Vortage erholt. Anteile an dem weltweit drittgrößte Rückversicherer verteuerten sich bis gegen 12.40 Uhr um 0,66 Prozent auf 29,01 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien der Hannover Rück haben sich am Freitag von den starken Kursverlusten der Vortage erholt. Anteile an dem weltweit drittgrößte Rückversicherer verteuerten sich bis gegen 12.40 Uhr um 0,66 Prozent auf 29,01 Euro. Im bewegten Vormittagshandel schwankten die Aktien zwischen 28,30 und 29,17 Euro. Der MDax mittelgroßer Werte verlor 0,23 Prozent auf 6 799,44 Punkte.

Händler sprachen von einer Gegenbewegung nach den jüngsten Kursverlusten - seit vergangenem Freitag haben die Aktien in der Spitze bis zu sieben Prozent verloren. "Es war ein offenes Geheimnis, dass die Ziele wegen 'Katrina' verfehlt werden", sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Darauf sei auch der Markt in den vergangenen Tagen schon langsam vorbereitet worden.

Merrill Lynch zufolge ist die Schadenbelastung unter anderem für die Hannover Rück "materiell" einzuschätzen. Der negative Ertragseffekt dürfte allerdings durch eine Besserung der Prämieneinnahmen teilweise abgefedert werden. Die Empfehlung bleibe "Buy", nachdem der jüngste Ausverkauf wegen "Katrina" angemessen sei. Im Vergleich bleibe die Aktie weiter "zu billig".

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) senkte ihre Gewinnprognose je Aktie (EPS) für 2005 nach der "Katrina"-Schadenschätzung des Versicherers um 25 Prozent auf 1,10 Euro. Die EPS-Prognose für 2006 hob Analyst Jochen Schmitt um sieben Prozent auf 3,72 Euro. Insgesamt dürfte der Rückversicherungsmarkt wegen des Ausmaßes der Naturkatastrophe laut Schmitt vom sich festigenden oder steigenden Prämienniveau profitieren. In den betroffenen Geschäftsfeldern wie Marine (Transportrückversicherung) seien deutliche Preiserhöhungen möglich. Die LRP bekräftigte das Anlageurteil "Outperformer" mit dem Kursziel 34 Euro.

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer sieht sich nach eigenen Angaben vom Hurrikan "Katrina" in den USA "stark betroffen". Folglich sei die Gewinnerwartung nicht mehr zu erreichen - Hannover Rück rechnet nun mit einem Gesamtergebnis auf dem Vorjahresniveau von 309,1 Mill. Euro. Damit werde die Eigenkapitalrendite nach Steuern weiter zweistellig bleiben.

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