Aktien
Heidelbergcement nach grünem Licht für Spohn-Angebot unbewegt

Nach der Zustimmung der Unternehmensspitze von Heidelbergcement zum Übernahmeangebot von Spohn Cement hat sich die Aktie des süddeutschen Zementherstellers am Montag kaum bewegt.

dpa-afx FRANKFURT. Nach der Zustimmung der Unternehmensspitze von Heidelbergcement zum Übernahmeangebot von Spohn Cement hat sich die Aktie des süddeutschen Zementherstellers am Montag kaum bewegt. Der Kurs stieg bis 11.00 Uhr um 0,08 Prozent auf 59,50 Euro, während der MDax zugleich um 0,58 Prozent auf 6 485,30 Punkte anzog.

"Es war nach den ersten Ankündigungen von Spohn schon relativ klar, dass es kein höheres Angebot geben wird", sagte Analyst Erhard Schmitt von Helaba Trust. Die Tatsache, dass die Vorstände von Merkle eingesetzt wurden, hätte zudem dagegen gesprochen, dass der Vorstand das Angebot ablehnen und sich somit gegen Spohn stellen würde. Die Kursreaktion sei deshalb keine Überrachung, fügte er hinzu. Da sich durch die Übernahme an der Struktur nichts ändern werde, sei zudem nicht damit zu rechnen, dass das Kartellamt als letzte Hürde vor der Übernahme noch Einschränkungen vornehmen werde.

Vorstand und Aufsichtsrat hatten am Morgen die Übernahmeofferte der Finanzbeteiligungsgesellschaft Spohn Cement als angemessen bezeichnet. Jedoch gab es keine klare Empfehlung, das Angebot des Großaktionärs Merkle zu akzeptieren. "Jeder Heidelbergcement-Aktionär muss unter Würdigung der Gesamtumstände, seiner individuellen Verhältnisse und seiner persönlichen Einschätzung über die zukünftige Entwicklung des Wertes und Börsenkurses der Heidelbergcement-Aktien seine eigene Entscheidung darüber treffen, ob und für wie viele Heidelbergcement-Aktien er das Übernahmeangebot annimmt oder nicht", so der Vorstand.

Die Übernahmeofferte der Spohn Cement für die Heidelberger hat am vergangenen Dienstag begonnen und läuft bis zum 12. August. Insgesamt will Spohn nach eigenen Angaben 5,8 Mrd. Euro für die ausstehenden Heidelbergcement-Aktien zahlen. Den Aktionären bietet Spohn 60 Euro je Anteilsschein. Derzeit hält Spohn-Lenker Adolf Merckle direkt und indirekt 31,45 Prozent an dem Unternehmen.

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