Historische Daten fehlen
Lanxess profitiert von Petrochemie-Boom

Der junge Bayer-Ableger Lanxess spaltet die Meinungen der Analysten. Viele Börsenexperten sind unsicher, wie sich die Aktie des neu geschaffenen Chemiekonzerns entwickeln wird. Einerseits verspricht ein möglicher Umbau des Konzerns steigende Kurse, andererseits ist das zyklische Geschäft des Chemikalien- und Kunststoffherstellers stark von den Rohstoffpreisen abhängig.

DÜSSELDORF. Bayer hatte seine Chemietochter Lanxess Ende Januar aus dem Konzern gelöst. Jeder Bayer-Aktionär erhielt einen neuen Titel je zehn alte Aktien. Seit 31. Januar wird Lanxess an der Frankfurter Börse gehandelt. Aus indextechnischen Gründen war Lanxess nach dem Börsengang für einen Tag im Deutschen Aktienindex gelistet, wurde am Tag darauf aber nur noch im Prime Standard notiert. Im Juni hat die Aktie nun Chancen, in den Index der mittleren Werte MDax aufgenommen zu werden.

Ludger Mues, Analyst bei Sal Oppenheim, vermutet, dass die Aktie bis dahin seitwärts laufen wird. Er stuft den Titel seit dem Börsenstart als neutral ein und hält Kurse um 17 Euro für angemessen. Weil das Unternehmen die zyklischen Chemie- und Kunststoffaktivitäten von Bayer übernommen hat, ist es besonders stark von den Rohstoffmärkten, insbesondere vom Rohölpreis, abhängig. "Der Ölpreis hat einige Einstandspreise für Lanxess deutlich verteuert. Es ist die Frage, ob das Unternehmen Preise weitergeben kann", sagt Mues.

Trotzdem rangiert die Aktie über ihrem Ausgabepreis von 15,75 Euro. Der Kurs profitiert von der günstigen Konjunktur der Petrochemie. "Wir erwarten den Höhepunkt des Branchenzyklus Ende 2006, Anfang 2007", sagt Lutz Grüten von Kepler Equities. "Wenn Lanxess noch in der Aufwärtsbewegung die Umstrukturierung schafft, könnte es zu einer Turnaround-Story werden." Momentan sei es noch offen, ob das geplante Gewinnwachstum des Unternehmens selbst generiert ist oder aus dem Markt kommt. Nach vorläufigen Zahlen für das Jahr 2004 wuchs der Umsatz um sieben Prozent auf 6,8 Mrd. Euro, die Gewinnmarge vor Steuern, Abschreibungen und Sonderausgaben (Ebitda) lag mit 6,6 Prozent leicht unter den Erwartungen.

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