Immobilienunternehmen
Prime Office plant Börsengang

Der Münchener Büroimmobilien-Investor Prime Office macht sich anscheinend bereit für einen Sprung aufs Parkett. Die Vorbereitungen seien kürzlich angelaufen, berichtet ein Insider.
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Frankfurt

"Ein Börsengang ist eine Option in den nächsten Quartalen, wenn das Umfeld freundlich bleibt. Aber wir haben keinen konkreten Zeitplan", sagte zudem ein Sprecher am Dienstag.

Finanzkreisen zufolge peilt Prime Office den Schritt noch in diesem Jahr an. Er solle den Planungen zufolge rund 400 Millionen Euro bringen, von denen rund 250 Millionen Euro dem Unternehmen selbst zufließen sollen, sagte eine mit dem Prozess vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Eine Emission bereits im Juni, über die die "Financial Times Deutschland" berichtete, wäre aber "sehr ambitioniert", sagte der Insider. Möglicherweise wolle Prime Office bis nach der Sommerpause am Markt warten. Die Vorbereitungen seien kürzlich erst angelaufen. Begleitet werden soll Prime Office den Kreisen zufolge federführend von den Banken Unicredit und Berenberg. In der zweiten Reihe stünden Macquarie und Kempen.

Dem 2007 gegründeten Unternehmen gehören eigenen Angaben zufolge 14 Büroimmobilien unter anderem in München, Stuttgart, Darmstadt und Düsseldorf mit einem Marktwert von 975 Millionen Euro. Dazu zählen die Konzernzentrale von Hochtief in Essen und das neue Hochhaus des Süddeutschen Verlags in München. Die Büro-Objekte kommen aus Fonds des Emissionshauses DCM. Prime Office war als steuerbegünstigte Immobilien-Holding (REIT) gegründet worden, um die Immobilien an die Börse zu bringen. Die Finanzkrise hatte die Pläne aber durchkreuzt.

Vor einer Woche hatte der Berliner Wohnimmobilienkonzern GSW im zweiten Anlauf einen erfolgreichen Börsengang hingelegt und 468 Millionen Euro eingesammelt. Die GSW-Aktie stieg seither auf gut 21 von 19 Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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