Insider-Barometer
Top-Manager vertrauen weiter auf Aktien

Das Insiderbarometer hat sich auf hohem Niveau etabliert. Allerdings ist die Zahl der Verkäufe gegenüber den Käufen zuletzt leicht gestiegen. Die Schwankungsintensität der vorangegangenen Wochen hat abgenommen. Der Optimismus der Top-Manager ist weiterhin groß.

HB DÜSSELDORF. Der Index, den das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen wöchentlich in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking erstellt, tendierte diese Woche etwas fester. Mit einem Stand von 172,98 Punkten notierte das Barometer gut einen Punkt über dem Wert von vor zwei Wochen (+0,88 Punkte im Vergleich zur Vorwoche).

Die Schwankungsintensität der vorangegangenen Wochen nimmt damit ab. Diese Normalisierung lässt sich auch anhand der Insideraktivitäten beobachten. Auf der Volumenseite ist das Verhältnis von Käufen und Verkäufen auf ein mittelfristig normales Niveau zurückgegangen. Bei der Anzahl der Transaktionen haben sich die Verkäufe leicht erhöht, während die Anzahl der Käufe sich im Vergleich zur vorigen Beobachtungszeitraum etwas reduziert hat.

"Die nach wie vor hohe Notierung des Barometers dokumentiert weiterhin einen vorhandenen Optimismus bei den Insidern", sagt Christian Rouette vom Fifam. Insgesamt habe die Handelsaktivität der Insider aber etwas nachgelassen. Insbesondere das Handelsvolumen bei den Käufen sei deutlich gesunken.

Die größten Käufe

Bei den Käufen ragte im abgelaufenen Beobachtungszeitraum - gemessen an der Relation des Transaktionsvolumens zur durchschnittlichen Marktkapitalisierung - Franconofurt heraus. Christian Wolf, Vorstand des Immobilienunternehmens, legte sich Aktien im Wert von 263 591Euro ins Depot.; das trieb den Aktienkurs vorübergehend kräftig an. Das Aktienpaket macht 0,72 Prozent der Marktkapitalisierung von Franconofurt aus.

Der volumenmäßig größte Kauf des Bewertungszeitraums kommt aus dem Hause Douglas. Dort hat wieder einmal die dem Aufsichtsratsvorsitzenden Jörn Kreke nahe stehende Beteiligungsgesellschaft Lobelia kräftig zugekauft, insgesamt im Volumen von rund 1,6 Mill. Euro. Kreke ist Stiefsohn des Gründers Herbert Ekloh und hatte vor seiner Aufsichtsratstätigkeit 32 Jahre lang den Douglas-Konzern geführt, ehe er den Vorstandssessel für seinen Sohn Henning frei machte. Die Analysten von Commerzbank Private Banking können diesen Kauf gut nachvollziehen. "Das Unternehmen stellt für uns einen Top-Wert im Konsumbereich dar", heißt es dort. Sie gehen davon aus, dass das Hagener Unternehmen trotz anhaltender Konsumflaute in Deutschland die eigene Prognose im Jahresverlauf mindestens treffen, wenn nicht gar anheben wird.

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