Insiderhandel
Manager steigen aus – GM-Aktie bricht ein

Die drohende Insolvenz hat die Manager von General Motors aufgeschreckt. Zahlreiche Führungskräfte warfen ihre Aktienpakete auf den Markt. Das kommt an der Börse nicht gut an: Der Kurs bricht ein.

HB DETROIT. Beim insolvenzbedrohten Opel-Mutterkonzern General Motors haben mehrere Topmanager ihre Anteile verkauft - unter ihnen auch Europa-Chef Carl-Peter Forster. Die schon schwer gebeutelte GM-Aktie setzte daraufhin am Dienstag ihren freien Fall fort. Für Konzernchef Fritz Henderson ist eine Insolvenz nun immer wahrscheinlicher.

US-Konkurrent Ford will sich unterdessen über die Ausgabe von mindestens 300 Mio. neuen Aktien frisches Kapital in Milliardenhöhe besorgen. Ford schreibt zwar auch tiefrote Zahlen, kommt aber anders als GM und Chrysler bisher ohne Staatshilfen aus.

Insgesamt verkauften sechs GM-Manager in den vergangenen Tagen mehr als 200 000 Aktien zu einem Stückreis von 1,45 bis 1,61 Dollar, wie GM am Montagabend (Ortszeit) in Pflichtmitteilungen an die Börsenaufsicht SEC bekanntgab.

Neben Forster, der sich von relativ wenigen letzten Anteilen trennte, zählt auch der scheidende GM-Vize Bob Lutz zu der Gruppe. Henderson war nicht darunter. Die GM-Aktie hatte am Montag fast elf Prozent verloren und stürzte heute um weitere 21 Prozent auf 1,13 Dollar ab.

GM will sich zu seiner Rettung mehrheitlich verstaatlichen lassen. Bestehende Aktionäre würden praktisch leer ausgehen. Eine GM - Sprecherin sagte, die Verkäufe seien vor diesem Hintergrund zu sehen und kein Beleg für mangelndes Vertrauen in das Unternehmen.

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