Aktien
Karstadt-Quelle gut behauptet - 'Volatiles Zockerpapier'

Aktien des angeschlagenen Einzelhändlers Karstadt-Quelle haben am Dienstag zeitweise an der MDax-Spitze gestanden. Aktienhändler verwiesen auf Spekulationen um den Verkauf von 75 kleinen Karstadt-Häusern.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien des angeschlagenen Einzelhändlers Karstadt-Quelle haben am Dienstag zeitweise an der MDax-Spitze gestanden. Aktienhändler verwiesen auf Spekulationen um den Verkauf von 75 kleinen Karstadt-Häusern. Bis 10.10 Uhr entfernte sich das Papier von seinem Tageshoch bei 8,19 Euro und notierte bei 8,00 Euro - immer noch ein Plus von 0,38 Prozent. Zugleich stieg der Index um 0,34 Prozent auf 5 736,39 Punkte.

"Es gibt so viele Spekulationen und Gerüchte zu Karstadt, da fällt es mir schwer, die neusten Meldungen zu bewerten", sagte ein Analyst. Allerdings wäre der Verkauf der Karstadt-Häuser ein "wichtiger Schritt" für den MDax-Konzern. Nach Einschätzung eines Händler handelt es sich bei der Karstadt-Quelle um "ein ziemlich volatiles Zockerpapier". Kaum gebe es eine Pressemeldung über eine angeblich bevorstehende Ablösung von Vorstandschef Christoph Achenbach oder über möglichen Verkauf der Warenhäuser, "schießt der Titel nach oben".

Der angeschlagene Essener Einzelhandelskonzern will den Verkauf seiner 75 kleinen Warenhäuser nach Informationen aus Verhandlungskreisen Ende des dritten Quartals 2005 abschließen. Die Gespräche mit Interessenten seien so komplex, dass es zuvor keine Einigung geben werde, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Dienstag.

Der Konzern will sich von Vermögenswerten im Gesamtumfang von über 1,1 Mrd. Euro trennen, um die Sanierung voranzutreiben. Die Warenhäuser sollen annähernd die Hälfte dazu beisteuern. Vorstandschef Christoph Achenbach hatte Ende Januar mitgeteilt, von den Beteiligungsverkäufen seien inzwischen 35 Prozent realisiert worden. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, will der Hamburger Finanzinvestor BC Partners rund 400 Mill. Euro für die Warenhäuser zahlen. Die Preisvorstellungen der Verhandlungspartner lägen allerdings noch weit auseinander. Karstadt hoffe, rund 600 Mill. Euro mit den Häusern zu erlösen. Weder Karstadt-Quelle noch BC Partners wollten den Bericht kommentieren.

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