Aktien
KPN schwächer - Warnung vor schwachem Geschäft belastet

Mit Kursverlusten von zwischenzeitlich mehr als drei Prozent haben die Aktien der KPN am Montag auf den trüben Blick in die Zukunft der niederländischen Telekomgesellschaft reagiert.

dpa-afx AMSTERDAM. Mit Kursverlusten von zwischenzeitlich mehr als drei Prozent haben die Aktien der KPN am Montag auf den trüben Blick in die Zukunft der niederländischen Telekomgesellschaft reagiert. KPN hatte davor gewarnt, dass der Gewinn aus der operativen Geschäftstätigkeit wegen fortdauernder Investitionen für Absatz und Marketing schwach bleiben würde. Auch das Aussetzen des Aktienrückkaufs belastet Händlern zufolge den Kurs.

Trotz unerwartet guter Quartalszahlen zählten die KPN-Papiere infolgedessen zu den schwächsten Werten an der Amsterdamer Börse. Bis 11.45 Uhr dämmten sie ihre Verluste jedoch auf minus 1,59 Prozent bei 6,17 Euro ein. Der Amsterdam-Exchanges-Index (AEX) gewann unterdessen 0,06 Prozent auf 330,69 Zähler.

"Bei KPN gab es keine guten Nachrichten, aber auch keine dramatisch schlechten Neuigkeiten", sagte ein Analyst Marcus Sander von Sal. Oppenheim. "So sieht zum Beispiel das Kundenwachstum in den Niederlanden ganz gut aus. Eigentlich ist alles beim Alten geblieben, während France Telekom in der Vorwoche doch mit ein paar kleinen Lichtblicken aufwarten konnte." Allerdings seien die Niederlande sowohl beim Wettbewerb als auch bei der Regulierung der schwierigere Markt.

Die Analysten von Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) hielten die KPN-Papiere angesichts des rückläufigen Cashflows für überbewertet und bestätigten ihre Anlageempfehlung "Sell". Das Kursziel beließen sie in einer Studie vom Montag bei 5,7 Euro. KPN zahle nun den Preis für die Strategie, die Preise zu erhöhen um sofortigen Kapitalfluss zu generieren. Goldman Sachs bestätigte die Zahlen mit "In-Line" und passte die Schätzungen an.

Von Analysten der Rabo Securities hieß es, die überraschend gute Quartalsbilanz sei in erster Linie Steuereffekten zu verdanken; das zugrunde liegende operative Ergebnis liege "eigentlich unter den Erwartungen".

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