Luftfahrtfirma
Kursgewinne für FACC bei Börsendebüt

Der österreichische Luftfahrtzulieferer FACC startet erfolgreich an der Wiener Börse: Am ersten Handelstag legt das Papier um ein halbes Prozent zu. Die Einnahmen aus dem Börsengang sollen für Zukäufe verwendet werden.
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WienDer österreichische Luftfahrtzulieferer FACC ist sicher an der Wiener Börse gelandet. An ihrem ersten Handelstag im breiter gefassten Index ATX prime legten die Titel am Mittwoch auf 9,55 Euro zu und notierten damit über dem Ausgabepreis von 9,50 Euro. Das Kapitalmarktdebüt des oberösterreichischen Unternehmens ist mit einem Volumen von bis zu 213 Millionen Euro das größte in Wien seit mehr als drei Jahren.

Aus dem Börsengang (IPO) fließen der FACC selbst 150 Millionen Euro zu, die das Unternehmen unter anderem in den Ausbau seiner Standorte investieren will. "Wir werden nach dem IPO noch besser positioniert sein, um unsere Wachstumsziele zu erreichen und in der erwarteten Konsolidierung unserer Industrie eine aktive Rolle zu spielen", sagte Firmenchef Walter Stephan. FACC fertigt leichte Faserverbundstoffe, die in Flugzeugen an den Tragflächen, dem Rumpf oder im Innenraum zum Einsatz kommen. Die Gesellschaft profitiert davon, dass Fluggesellschaften verstärkt neue spritsparende Flugzeuge bestellen - und damit Flugzeugbauern wie Airbus oder Boeing zu gut gefüllten Auftragsbüchern verhelfen.

Der Rest des Geldes aus der Aktienemission geht an den Alteigentümer AVIC. Die chinesische Luftfahrtfirma hatte FACC im Zuge der Finanzkrise 2009 übernommen und ihren Anteil nun auf bis zu 51 Prozent reduziert. Begleitet wurde der Börsengang von JP Morgan, Morgan Stanley, UBS und Erste Group.

Die Wiener Börse erhofft sich von dem Neuzugang einen positiven Impuls für andere Börsenkandidaten. Es gebe Interesse von weiteren Unternehmen, sagte eine Börsen-Sprecherin. Zuletzt hatten einige Unternehmen lieber andere Plätze für ihre Kapitalmarktdebüts gewählt hatten. Die Immofinanz -Wohnimmobilientochter BuwogBWOG.DE ist in Frankfurt gelistet. Auch der deutsch-südafrikanische Mutterkonzern der Möbelketten Kika und Leiner will in der deutschen Finanzhochburg an den Aktienmarkt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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