Mannesmann-Überbleibsel
Kranhersteller Demag geht an die Börse

Der nordrhein-westfälische Kranhersteller Demag Cranes AG will in den kommenden Monaten an die Börse gehen. Der weltweit führende Anbieter von Industriekränen hat seine Wurzeln im ehemaligen Mannesmann-Konzern und gehört zur Zeit einem Finanzinvestor und Siemens.

HB DÜSSELDORF. Das Unternehmen strebe eine Notierung im Prime Standard an, teilte Demag Cranes am Dienstag mit, nachdem die Besitzer die Pläne gebilligt hatten. Der Börsengang sei je nach Entwicklung des Kapitalmarktes noch in der ersten Jahreshälfte 2006 geplant.

Die in der Stadt Wetter im Ruhrgebiet ansässige Demag Cranes gehört seit 2002 einem Gemeinschaftsunternehmen, an dem der US-Finanzinvestor KKR mit 81 Prozent beteiligt ist. Die restlichen 19 Prozent gehören Siemens. Diese beiden würden hauptsächlich von dem Börsengang profitieren. Demag Cranes dürfte hingegen kaum etwas zufließen, da den Angaben zufolge keine Kapitalerhöhung geplant ist. Die Investmentbanken Goldman Sachs und Lehman Brothers sollen die Transaktion betreuen, teilte das Unternehmen weiter mit.

Demag Cranes ist aus den beiden Unternehmen Demag Cranes & Components GmbH aus Wetter sowie der Gottwald Port Technologies GmbH aus Düsseldorf hervorgegangen. KKR hatte die zwei Gesellschaften zusammen mit fünf weiteren Unternehmen im September 2002 von Siemens für rund 1,7 Mrd. Euro erworben und in das Gemeinschaftsunternehmen Demag Holding eingebracht. Dabei handelte es sich um eine Transaktion im Gefolge der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone und dem Weiterverkauf von Atecs Mannesmann an Siemens.

Im Geschäftsjahr 2004/2005, das am 30. September endete, hatte die Demag Cranes einen Umsatz von 881,6 (Vorjahr: 810,1) Mill. Euro und ein operatives Ergebnis (Ebit) von 64 (34,1) Millionen Euro erwirtschaftet. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres ist das Ergebnis um rund 64 Prozent auf 30,9 Millionen Euro gestiegen.

Hauptgeschäftsfelder des Anlagenbauers sind Industrie- und Hafenkräne. Demag Cranes hat Produktionsstätten in 16 Ländern weltweit und ein Vertriebsnetz in mehr als 60 Ländern. Für das Unternehmen arbeiten 5 500 Menschen.

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