Marihuana-Aktien
Spekulanten berauschen sich an Drogen

Seit Marihuana in Colorado frei verkauft werden darf, spielen Anleger verrückt. Sie hoffen auf einen Milliardenmarkt und suchen im Drogenmarkt nach Kursraketen. Einige Aktien sind schon in die Höhe geschossen.
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New YorkMarihuana-Aktien befinden sich in einem regelrechten Rausch-Zustand. Seit Colorado als erster Bundesstaat in den USA den Verkauf von Marihuana als Genussmittel legalisiert hat, reißen sich Spekulanten um Anteile an Unternehmen mit einem Bezug zur Cannabis-Pflanze.

Ein Beispiel ist Hemp Inc, dessen Kurs sich seit Jahresbeginn verdoppelt hat. Nach Einschätzung von Firmenchef Bruce Perlowin suchen die Anleger nach „dem nächsten Microsoft“. Robert Frichtel, dessen Firma Advanced Cannabis Solutions ebenfalls rasant im Wert gestiegen ist, macht „Euphorie“ für die teils massiven Kursgewinne verantwortlich.

„Die Nachfrage nach Marihuana ist unersättlich“, sagt Perlowin, der einst wegen Schmuggels hinter Gittern saß. Er hat die Ausgabe von zwölf Millionen Aktien des in Las Vegas ansässigen Unternehmens beantragt. Die Aktien sind günstig zu haben. Ihr Marktwert liegt 99,97 Prozent unter dem des weltgrößten Software-Herstellers liegt. „Das ist der Rummel um die Geburt einer neuen Branche“, glaubt Hemp-Chef Perlowin.

Während die Aufsichtsbehörden vor Betrügern warnen, freuen sich Spekulanten bei billigen Marihuana-Penny-Stocks über einige der höchsten Kursanstiege in diesem Jahr. Von zehn Aktien, die im bisherigen Jahresverlauf mehr als 20 Prozent zugelegt haben, kosten die meisten weniger als ein Dollar und werden außerbörslich gehandelt.

„Ich weiß wirklich nicht, ob man damit eine Menge Geld an der Börse machen kann“, sagt Brian Barish, President von Cambiar Investors in Denver. „Ich habe definitiv ein gewisses Interesse gesehen und ein paar Anrufe bekommen“, erzählt er. „Bei den meisten wurde am anderen Ende der Leitung gekichert.“

Colorado ist seit dem Neujahrstag der erste Bundesstaat in den USA, in dem Marihuana an Personen ab 21 Jahren frei verkauft werden darf. Achtzehn Staaten und Washington, D.C., erlauben den Gebrauch von Marihuana zu Therapiewecken und elf lassen den Verkauf über Ausgabestellen zu, wie die National Conference of State Legislatures in Denver mitteilte.

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  • Merken die Menschen wirklich erst jetzt das auf dem Schwarzmarkt mit Cannabis Millionen wenn nicht sogar Milliarden verdient werden können.
    Dieses Geld wird nun in legale Wege gesteuert, was natürlich die Wirtschaft stärkt und mafiöse Strukturen schwächt.

  • "Auch hier, wie beim Alkohol, gilt: bitte nur Erwachsene (mind. 18+), wie natürlich auch die alte Weisheit: die Dosis macht das Gift!"

    Richtig. Und immer wieder, Aufklärung, Aufklärung, am besten ohne Drogen leben. Aber - das wird der Mensch nie tun, das gab es immer und wird es immer geben, genauso wie andere Stimulationen in allen Lebensbereichen.
    Erwachsene zu bevormunden ist Unsinn, wenn gleichzeitig chemische Sustanzen und vergärtes Obst oder Getreide vertickt werden dürfen, die weitaus schädlicher sind als die Stoffe aus Pflanzen, nur weil man die selbst herstellen kann.

  • Hallo, also zu den Portraits der bemitleidenswerten Herren & Damen aus dem "Club 27" möchte ich gerne ergänzen, dass nicht EINER von denen an Cannabis gestorben ist! Die haben sich allesamt entweder schlicht "kaputtgesoffen", oder sich H und was-weiss-ich-noch-alles gespritzt/geschnupft. In der Regel waren das alle Polytoxikomanen, oder wie man das nennt. Soweit es übrigens meinen Kenntnisstand anbelangt, hat THC gar keine lethale Dosis. Es ist nämlich keine Vergiftung, wie z.B. beim Alkohol, sondern wirkt komplett anders. Damit möchte ich diese Substanz aber keineswegs als harmlos erklären! Auch hier, wie beim Alkohol, gilt: bitte nur Erwachsene (mind. 18+), wie natürlich auch die alte Weisheit: die Dosis macht das Gift!

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