Medizintechnik-Produzent
Balda-Anleger ignorieren Verlustprognose

Der Medizintechnik-Produzent Balda hat seine Jahresprognose nach unten korrigiert und geht nun von einem Verlust statt einem Gewinn aus. Anleger ließen sich davon nicht abschrecken und griffen zu.
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DüsseldorfDer Medizintechnik-Produzent Balda hat seine Jahresprognose eingedampft und erwartet nun einen Verlust statt eines Gewinns. Anleger ließen sich davon nicht abschrecken: Die SDax-Aktie notierte am Mittwoch mit über vier Euro mehr als sieben Prozent im Plus. Wie die Firma mitteilte, belasteten Abschreibungen das operative Ergebnis (Ebit). Daher erwarte der Vorstand nun ein leicht negatives Ebit statt eines leicht positiven. 2010 hatte Balda bei einem Umsatz von 141,4 Millionen Euro einen operativen Verlust von 37,4 Millionen Euro verbucht.

Der ehemalige Handyschalen-Produzent hatte im Frühjahr seine Ausrichtung auf die Medizintechnik angekündigt und ein „deutliches Wachstum“ der neuen Sparte versprochen, die durch Zukäufe ausgebaut werden sollte. Zudem sollte der Verkauf der Anteile am den Touchscreen-Produzenten TPK den Aktionären nach Jahren ohne Dividende eine Sonderausschüttung bescheren. Balda gab den Verkauf des rund 16-prozentigen Aktienpaketes wegen sinkender Kurse aber auf.

Das brockte dem Unternehmen jüngst Ärger mit einem Großaktionär ein, der sich mit seinem Antrag auf eine außerordentliche Hauptversammlung durchsetzen konnte. Der Vorstand der New Yorker Investmentfirma Octavian Advisors Richard Hurowitz wirft dem Balda-Aufsichtsrat Interessenkonflikte vor und fordert seine Abwahl. Das Kontrollgremium habe sich von persönlichen Interessen des Hauptaktionärs und TPK-Anteilseigners Michael Chiang leiten lassen - zulasten der übrigen Aktionäre, begründete er seinen Antrag.

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