Aktien
Merrill Lynch stuft Tech-Werte herab

Nachdem die Deutsche Bank, Pictet und die Vereins- und Westbank schon seit mehreren Tagen bei einzelnen Titeln wie Volkswagen, Infineon oder SAP zur Vorsicht mahnen, rät Merrill Lynch nun zum Verkauf aller Aktien von Unternehmen aus der Technologiebranche und anderen konjunkturabhängigen Sektoren wie die Automobilhersteller. Stattdessen empfehlen die Analysten, defensive Titel wie Energieversorger zu kaufen.

Bloomberg NEW YORK. „Europäische Aktienindizes dürften auf schwachen Ständen notieren, bis sich der US-Dollar stabilisiert, der Ölpreis deutlich fällt und die Weltkonjunktur erneut in Schwung kommt“, meint Michael Hartnett, Leiter für europäische Aktienstrategien bei Merrill Lynch. Der Dow Jones Stoxx 50 und die Euro-Stoxx-50-Indizes haben an acht der letzten neun Handelstage Verluste verbucht. Angesichts des schwächeren Dollars sind Umsatzeinbußen bei den großen europäischen Exportunternehmen zu erwarten.

Am Mittwoch hatten die Indizes ihre Gewinne aus dem dritten Quartal wieder vollständig abgebaut. Der Dollar gab im September im Verhältnis zum Euro sechs Prozent ab. Der Ölpreis ist seit Anfang letzter Woche um 8,9 Prozent gestiegen. Der Euro nimmt derzeit wieder Kurs auf seinen Höchststand von EndeMai, als er bei 1,1909 Euro je Dollar notierte.

Merrill Lynch senkte seine Empfehlung für Automobilhersteller und Industriekonzerne auf „untergewichten“. Die Empfehlung „übergewichten“ für Nahrungsmittelhersteller wurde ebenfalls nach unten korrigiert. Aktien europäischer Energieversorger setzten die Analysten auf „übergewichten“ von zuvor „gleichgewichten“. Technologieaktien wurden bei „untergewichten“ belassen.

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