Milliardenschwere Kursrückschläge
Apple ist die Stehauf-Aktie

62 Milliarden Dollar in nur drei Minuten verbrannt: Die Börse hat Apple für seine Quartalszahlen und den Ausblicks mächtig abgestraft. Doch eine Analyse zeigt: Das Papier erholt sich schnell von solchen Schocks.
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DüsseldorfDeutsche Aktienbesitzer lieben Papiere, die sie kennen und zu denen sie einen persönlichen Bezug haben. „Bei den Anlegern zwischen 30 und 50, der klassischen Zielgruppe für iPhone und iPad, ist Apple (...) die beliebteste Aktie in Deutschland“, hat Arno Walter, Chef der Comdirect-Bank der Frankfurter Allgemeinen in einem Interview verraten. Der Blick ins Depot dürfte da heute einen kleinen Schreck hervorrufen.

Bereits in den ersten Minuten nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für die Monate April bis Juni hatte die Apple-Aktie im nachbörslichen US-Handel um etwa acht Prozent auf bis zu 119,96 Dollar nachgegeben – und damit umgerechnet stolze 62 Milliarden Dollar verloren. Und das binnen nur drei Minuten nach Bekanntgabe der Zahlen. Zum Handelsauftakt am Mittwoch in New York liegt das Papier etwa fünf Prozent im Minus bei 124,10 Dollar. Grund: Anleger stören sich daran, dass Apple für den Kassenschlager „iPhone“ nicht so große Zuwächse prognostiziert wie erhofft. Zweiter Dämpfer: Auch beim Umsatzwachstum für das Weihnachtsquartal gibt Apple einen eher verhaltenen Ausblick.

Gestande Apple-Aktionäre lassen sich von einem so heftigen Kursrückschlag aber eigentlich nicht schocken. Denn sie haben Erfahrung. Und die lehrt: Auch in der Vergangenheit gab es nach Quartalszahlen von Apple deutliche Kursrückschläge. Aber in den meisten Fällen sah es 120 Handelstage später schon wieder viel besser aus für den Apple-Kurs.

Wer sich die zehn Tage mit den größten Kursverlusten der Apple-Aktien in den vergangenen fünf Jahren anschaut, kann das leicht erkennen. Als Apple etwa 2011 die Zahlen für das Herbstquartal bekanntgab, sackte das Papier am folgenden 19. Oktober um 5,6 Prozent ab – und lag 120 Handelstage später mehr als 50 Prozent im Plus. In acht von zehn Fällen sah das ähnlich aus (siehe Tabelle).

Tage mit den deutlichsten Kursabstürzen der Apple-Aktie (seit 2010)
DatumKursveränderung
Kursveränderung
(30 folgende Handelstage)
Kursveränderung
(120 folgende Handelstage)
Anmerkung
24.01.2013-12,39%-4,16%0,45%Zahlen Weihnachtsquartal 2012 bekannt gegeben
28.01.2014-7,91%5,85%31,99%Zahlen Weihnachtsquartal 2013 bekannt gegeben
05.12.2012-6,43%-7,20%-19,08%
19.10.2011-5,59%-2,68%52,45%Zahlen für Herbstquartal 2011 bekannt gegeben
17.04.2013-5,50%12,11%29,42%
08.08.2011-5,46%17,06%42,29%
11.09.2013-5,42%12,21%13,56%Präsentation des iPhone 5c und 5s
29.06.2010-4,55%-2,35%28,76%Verkaufszahlen für das iPhone 4 bekannt gegeben
16.03.2011-4,54%5,26%25,38%
25.07.2012-4,38%17,67%-21,09%Zahlen für das Frühjahrsquartal 2012 bekannt gegeben

Natürlich bietet ein histroischer Rückblick keine Gewissheit, dass sich eine Aktie auch in der Zukunft ähnlich entwickelt – das gehört zum Einmaleins der Börse dazu. Aber der Niedergang der Aktie war auch schon in der Vergangenheit prognostiziert worden und dann vor allem von bombastischen Verkaufszahlen des iPhone 6 ad absurdum geführt worden. Allerdings ist auch die Abhängigkeit vom Erfolg des Smartphones gestiegen, selbst wenn auch vom neuesten Produkt, der Apple-Armbanduhr, zwei bis drei Millionen Stück im zurückliegenden Quartal verkauft worden sein dürften.

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  • Ich würde auf Apple auch nicht mehr viel setzen. Was soll da noch kommen? Ich habe auch diverse Apple-Produkte. Aber die Watch würde ich mir nie kaufen. Jeder, der Sport treibt und vernünftige Werte gemessen haben will, verwendet einen Brustgurt. Einem Pulssensor am Handgelenk würde ich kein bisschen trauen. Und was ich sonst mit der Uhr machen kann (allerdings nur in Verbindung mit dem iPhone) rechtfertigt nicht den Preis für dieses Gerät. Als Statussymbol oder Wertanlage taugt so eine Uhr auch nicht. Von der mickrigen Akkulaufzeit wollen wir besser garnicht reden. Innovationen werden bei Apple wohl der Vergangenheit angehören.

  • So ganz verstehe ich Sie nicht?!
    Steckt da Neid dahinter?

    Zum Artikel: Das Geld hat hat nur den Besitzer gewechselt. "Verbrannt" ist da nichts.

  • Es naht die Zeit, da auch solch sinnlose und völlig überteuerte Spielzeuge wie Appel pp der milde belächelten Vergangenheit angehören werden.

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