Netzwerkausrüster überrascht mit guten Quartalszahlen in schwachem Branchenumfeld
Cisco gewinnt Anleger-Vertrauen zurück

Ausgerechnet im traditionell schwierigsten Jahresquartal hat Netzwerkausrüster Cisco Systems hervorragende Ergebnisse aus dem Hut gezaubert – und das während andere Technologie-Großkonzerne wie IBM Stellenstreichungen und ein langsameres Wachstum ankündigen.

HOUSTON. Dank anziehender Nachfrage und weiterer Kosteneinsparungen steigerten die Kalifornier sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis. „Dass Cisco gerade im dritten Geschäftsquartal solide Zahlen liefert, zeigt, welche Energie derzeit in dem Unternehmen steckt“, sagt Analyst Scott Coleman von Morgan Stanley.

Um mehr als 15 Prozent stieg der Quartalsprofit, und im laufenden Vierteljahr sollte das Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr bei weiteren neun bis elf Prozent liegen, sagte der weltgrößte Netzwerkausrüster. Außerdem heuerte der Konzern mehr als 1 000 neue Mitarbeiter an und plant für die nächsten Monate weitere Einstellungen. Damit ist die Zahl der Angestellten so hoch wie seit 2001 nicht mehr, als die Konjunkturflaute in der Technologiebranche begann.

Das Zauberwort für Ciscos Boom lautet Netzwerk-Telefonie, oder „Voice over Internet Protocol“ (VoIP). Das Telefonieren übers Internet hat in jüngster Zeit die Probleme der Anfangsjahre hinter sich gelassen und ist von knarzigen und zerstückelten Verbindungen zu einer ernst zu nehmenden Alternative zu den herkömmlichen Systemen geworden. „Die Unternehmen beginnen zurzeit damit, die Internet-Telefonie großflächig einzuführen“, sagt Tim Long von Bank of America. „Bei dieser Entwicklung dürfte Cisco einer der größten Nutznießer sein, da sie an den Netzwerken der meisten Firmen beteiligt sind.“

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