Neuemissionen
Die IPO-Welle in Europa rollt weiter

Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr – insgesamt wurden in Europa 123 Börsenneulinge im Wert von rund 16 Mrd. Euro platziert – setzen im Juli weitere interessante Unternehmen zum Börsensprung an.

Bloomberg LONDON/PARIS. In der Pipeline stecken Aktien im Wert von über 3 Mrd. Euro. Einer der bekanntesten Namen ist Virgin Mobile. Bis zum 20. Juli läuft die Zeichnungsfrist für den 279 Mill. Pfund schweren Börsengang des fünftgrößten britischen Mobilfunkanbieters. Die Zeichnungsspanne liegt zwischen 235 und 285 Pence. J.P. Morgan und Morgan Stanley begleiten den Börsengang. Virgin Mobile ist ein virtueller Mobilfunknetzbetreiber, das heißt, er nutzt die Infrastruktur eines Wettbewerbers, um seine Dienste anzubieten. Es besteht eine Kooperation mit T-Mobile.

Mit Pages Jaunes, dem Telefonbuchverlag von France Télécom, steht in Paris ein weiterer Börsenkandidat in den Startlöchern. Bei einem Emissionsvolumen von bis zu 1,79 Mrd. Euro wäre es das größte französische IPO seit Autoroutes du Sud im März 2002. „Telefonbuchverlage haben einen hohen Cash-Flow und sind profitabel“, sagt Tom Troubridge von Pricewaterhouse Coopers. Er verweist auf die erfolgreiche Börseneinführung von Yell im letzten Jahr. Seitdem ist der Kurs der britischen gelben Seiten um 19 Prozent gestiegen. Pages Jaunes will eine Dividendenrendite von 5,5 Prozent bieten – mehr als das Doppelte des CAC-40-Durchschnitts.

Mit Spannung wird auch die britische Premier Foods an der Londoner Börse erwartet. Das 300 Mill. Pfund schwere IPO des Herstellers von Tee und Erdnussbutter startete am Montag. Premier Foods bietet eine Dividendenrendite von bis zu sechs Prozent, verglichen mit 3,7 Prozent beim Wettbewerber Cranswick. In der europäischen IPO-Pipeline stecken außerdem die britische M&C Saatchi und die spanische Probitas. Die für diese Woche geplante Börseneinführung dürfte die Werbeagentur Saatchi mit bis zu 86 Mill. Pfund bewerten, heißt es aus informierten Kreisen. Für die Aktien im Wert von 413 Mill. Euro, die Probitas, der weltweit viertgrößte Hersteller von Blutplasmaprodukten, platziert, wurde die Preisspanne von 2,70 bis 3,30 Euro festgesetzt.

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