Nintendo
Super Mario lebt!

Nintendo-Chef Iwata hat kurz vor seinem Tod die Weichen für die Spieleschmiede gestellt: Sie soll smartphonetauglich werden. Aktionäre hoffen, dass sich Nintendo so neu erfinden kann. Die Aktie steigt um 55 Prozent.
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TokioVideospieler in aller Welt haben sich diesen Monat von einem ihrer Helden verabschiedet. Am 11. Juli starb Nintendo-Chef Satoru Iwata an den Folgen eines Gallengangtumors. Doch er hinterließ ein gutes Erbe: Nach Jahren des Siechtums hat Nintendo, der Erfinder von weltbekannten Spielen wie Mario, Pokémon oder „The Legend of Zelda”, unerwartet die Chance auf einen weiteren Frühling.

Den Startschuss zur Wiederbelebung gab Iwata mit einer wahren Revolution für den 1889 gegründeten Traditionskonzern. Am 17. März kündigte er überraschend an, was die Märkte vehement gefordert hatten, der Konzern aber bis dahin kategorisch abgelehnt hatte: Nintendo-Spiele soll es nicht mehr nur auf eigenen Spielekonsolen, sondern auch auf Smartphones geben. „Es wäre eine Verschwendung, die mobilen Geräte nicht zu nutzen”, erklärte Iwata.

Er schloss dafür ein Bündnis mit dem japanischen Online-Spieleanbieter DeNA. Am nächsten Tag schoss die Aktie um 21 Prozent nach oben und stieg danach immer weiter. Am Donnerstag ging sie mit 21.880 Yen aus dem Handel, satte 7800 Yen oder 55 Prozent über dem Preis am Tag der Wende. Doch mit Iwatas Tod stellt sich umso stärker die Frage: Wird Nintendo sich tatsächlich ein weiteres Mal neu erfinden können?

Die Meinungen dazu sind zweigeteilt. Mit Blick auf die Aktienentwicklung der nächsten zwölf Monate meinen indes die meisten Analysten, dass der Höhenflug vorerst vorbei ist. Das durchschnittliche Kursziel für die nächsten zwölf Monate liegt leicht unter dem aktuellen Niveau. Die Spanne reicht dabei von 15.000 Yen von der pessimistischen UBS bis zu 36.400 Yen vonseiten der optimistischen Mitsubishi UFJ Morgan Stanley.

Die Pessimisten unken dabei, dass Nintendo keine Erfahrung mit Smartphonespielen habe, sich niemals ändern werde und die Handyspiele nur ein Alibi seien, um die Finanzmärkte zu beruhigen.

Optimisten - wie der Game-Berater und -Analyst Serkan Toto, für den die Aktie „extrem bullish” ist - sagen dagegen: „Nintendo hat derart gute Spiele, dass das Unternehmen über kurz oder lang auch im Mobilbereich der führende Spielehersteller der Welt werden kann.”

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  • Super Mario lebt!
    Ohne Zweifel in der EZB, am Foto sollten die Redaktion arbeiten.

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