Ölbohrer Seadrill
Ex-Primus warnt Aktionäre vor Totalverlust

Der Ölpreis-Verfall hat den Bohr-Dienstleister Seadrill ruiniert. Nun warnt das mit Milliarden Euro verschuldete Unternehmen seine Aktionäre vor einem Totalverlust ihrer Gelder. Die Aktie der Norweger stürzte ab.
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OsloDer einst weltgrößte Ölbohr-Dienstleister Seadrill warnt seine Aktionäre vor einem annähernden Totalausfall ihrer Gelder. In den Gesprächen zur Umstrukturierung der umgerechnet rund 13 Milliarden Euro Schulden des norwegischen Konzerns gehe es auch um möglichen Gläubigerschutz, teilte Seadrill am Dienstag mit. Die Aktien hätten nach einem Umbau wohl nur noch einen minimalen Wert, hieß es zudem.

Seadrill-Aktien brachen in der Folge um 40 Prozent auf 8,4 Kronen (rund 91 Cent) ein. Im Herbst 2013 hatten sie noch knapp 290 Kronen gekostet. Danach aber ging es bergab, weil der Ölpreisverfall Energiekonzerne zur massiven Einsparungen zwang und sie kaum noch Ölbohrdienste bei Seadrill zu auskömmlichen Preisen buchten.

Seadrill gehörte einst zu den Perlen im Portfolio des Milliardärs und Reederei-Unternehmers John Fredriksen. Dessen Holding Hemen ist mit knapp 24 Prozent an Seadrill beteiligt. In der Vergangenheit ist Fredriksen wiederholt eingesprungen, wenn es Probleme bei seinen Unternehmen und Beteiligungen gab.

Ob er auch jetzt frisches Geld zuschießt, ließ Seadrill-Chef Per Wullf mit Verweis auf laufende Gespräche offen. Der Konzern verhandelt aktuell mit rund 40 Banken, darunter DNB aus Norwegen, Nordea aus Schweden und der dänischen Danske Bank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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