Online-Shopping
Neues Amazon-Produkt bedrückt Zalando-Aktionäre

Amazon wird künftig Kleidung an Kunden liefern, die diese noch nicht bezahlt haben. Nur was gefällt und nicht zurückgeschickt wird, muss beglichen werden. Die Zalando-Aktie gibt deshalb deutlich nach.
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Aus Furcht vor einem Preiskampf mit dem US-Rivalen Amazon haben Anleger Zalando-Aktien erneut aus ihren Depots geworfen. Die Titel des Online-Händlers fielen am Mittwoch um bis zu 6,1 Prozent. Damit haben sie binnen zwei Tagen rund zehn Prozent eingebüßt - so viel wie noch nie in diesem Zeitraum.

Amazon stellte am Dienstag das Modeangebot „Prime Wardrobe“ vor. Dabei bekommen Kunden Bekleidung zum Anprobieren zugeschickt. Sie bezahlen nur diejenigen Stücke, die sie auch behalten wollen. Die Kurse von US-Bekleidungshändlern wie Gap, Ross und Kohl's büßten daraufhin ein.

„Amazon ist zwar der Branchenriese, Zalandos Stärke liegt aber in den engen Verbindungen mit den Markenpartnern“, schrieben die Analysten der Investmentbank Kepler Chevreux. Ihre Kollegen von der Baader Helvea Bank machten zusätzlich Äußerungen von Zalando auf einer Investoren-Veranstaltung für die jüngsten Kursverluste verantwortlich. „Zalando hat zwar im Grunde das Ziel für die operative Gewinnmarge von etwa zehn Prozent bekräftigt.“ Aber das Mittelfrist-Ziel sei nun wohl in etwas in die Ferne gerückt worden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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