Orakel aus Omaha
Buffett kauft im großen Stil Bankaktien

Starinvestor Warren Buffett hat kürzlich 20 Milliarden Dollar in die Aktien von US-Banken gesteckt - nun tun es ihm viele Anleger nach. Sie hoffen, dass sich die Institute von der Talfahrt erholen werden.
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Optionshändler haben ihre Wetten auf steigende Kurse von US-Banken so stark ausgeweitet wie seit zwei Jahren nicht mehr. Sie spekulieren darauf, dass sich die Titel von der Talfahrt wieder erholen werden, die durch die Staatsschuldenkrise in der Eurozone und den überraschenden Handelsverlust von JP Morgan Chase ausgelöst worden war.

Der wachsende Optimismus deutet darauf hin, dass die Investoren mit Warren Buffett übereinstimmen, dessen Investmentholding Berkshire Hathaway etwa 20 Mrd. Dollar in die Aktien von US-Banken gesteckt hat. Im vergangenen Monat hatte der Milliardär seinen Aktionären gegenüber erklärt, dass die Kreditinstitute des Landes „in guter Verfassung“ seien.

Die Zahl der ausstehenden Kaufaufträge für Aktien der sechs größten US-Banken schnellte in den vergangenen drei Wochen gegenüber den Verkaufsaufträgen um elf Prozent hoch. Dieser Zuwachs war der stärkste seit Januar 2010, wie aus Bloomberg- Daten hervorgeht.

„Der Markt wird von zahlreichen Befürchtungen beherrscht”, sagt Tom Wirth, Vermögensverwalter bei Chemung Canal Trust. „Bei Optionen hängt alles vom richtigen Zeitpunkt ab.” Die Investoren würden versuchen, mittels der Finanzinstrumente aus jeder wie auch immer gearteten Erholung Profit zu schlagen, fügte er hinzu.

Die Finanzwerte im S&P 500 haben seit Anfang April um 16 Prozent nachgegeben, nachdem sie im ersten Quartal noch 21 Prozent gewonnen hatten. Die Branche kommt derzeit auf ein mittleres Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10,9. Gegenüber dem Durchschnitt des breiten Index entspricht das einem Abschlag von 16 Prozent. Dieser Abschlag ist der höchste seit Dezember 2007.

Die Investoren mit den Kaufoptionen für Bankaktien „suchen nach Möglichkeiten, um bei einem Aufwärtshüpfer dabei zu sein”, sagt Steven Williams, Stratege bei Rosenblatt Securities. „Sie bevorzugen bei ihren Wetten die Finanzaktien vor jedem anderen Sektor.”

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  • 700 (deutsch: billionen!!) us (trillion) derivate haben die goldmänner & co, pleite kg's am laufen. wenn diese welle schwappt ist nichts mehr zu "retten".
    still und heimlich möchte die eu. z.b. die schmatenbanken entsorgen. nur irgendwer, wird den brunnen zum wasser tragen.
    ausserdem fordern gewisse kreise von der fed und auch von der boe ihre kredite zurück, von 45 trillionen!! US $ ist die rede und beide jammern, das geht seit etwa drei jahren. es war ein fehler, die schläusen zu öffnen.
    kasse wird spätestens im nov gemacht. entweder vor der wahl oder nach der wahl in us, dann wird sich auch weiteres vorgehen entscheiden. vorher läuft nichts in us und europa. die spardosenländer PIIGSB und F werden noch ein bischen mit kinkerlitzchen bedient, das grosse ganze kommt danach.

  • Man kann dazu nur sagen, das Buffet auch eine riesige Position in AIG hatte. Leider hat der amerikanische Staat die Firma gerettet. Nun scheint Buffet die nächste "Rettungsaktion" in Angriff genommen zu haben. Wenn irgend etwas auf der Welt pleite ist, dann sind es die amerikanischen Banken. Die muss man beim nächsten Derivate-Tsunami schlichtweg pleite gehen lassen. Ohne pardon. Und mit Verweis auf diesen post !

  • der ganze artikel ist aus dem märchenbuch der verschleierung.hat nicht auch im HB gestanden, dass sich zentralbanken vom €uro stark trennen, und deshalb der €uro kurs so stark gefallen ist? auch so eine finte, wie sich herausgestellt hat.
    das WB bankaktien hält ist eine "weisheit" von vor 2 1/2 jahren. er hat aktien schon seit langer, langer zeit von AMEXCO und BoA. amexco einstieg 1968 ! dauerhaltepos. / BoA einstieg 2010 bei 4.23 $. von anderen banken hat er wohl einige handelspositionen. das alles zusammen sind dann die 20 milliarden.
    verehrter herr stock,was macht ihr bloss mit dem HB, wenn ihr die müllmeldungen weglassen würdet, wäre es angenehmer, eure zeitung zu lesen. so bleibt nur das überfliegen -für schnelleser- wie es eure konkurrenz, die FTD schon hat.
    DANN WÜRDEN EURE AUFLAGEN (PRINT) UND WENIGER KLICKS HIER, mit an sicherheit grenzender warscheinlichkeit wieder STEIGEN.
    Sie sollten mehr ihren lesern VERTRAUEN.
    VERTRAUEN IST DER ANFANG VON ALLEM (sie kennen den spruch!)

    wenn jetzt wieder das märchenbuch hervorgekramt wird, soll nur ein pushen erreicht werden.

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