Profitable Neuemissionen
Börsengänge bringen 20 Milliarden Dollar ein

Im aktuellen Börsenumfeld wollen immer mehr Unternehmen ihre Börsenpläne auch tatsächlich umsetzen. Vor allem in den USA steigen die Zahlen. Und im zweiten Halbjahr könnte es an den Börsen nach rasanter zugehen.
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New YorkMit Börsengängen haben Unternehmen in ersten Quartal knapp 20 Milliarden Dollar weltweit eingenommen. Steigende Aktienkurse wurden vor allem von Gesellschaften wie Pfizer und Goldman Sachs genutzt, um sich von Tochtergesellschaften zu trennen.

Die Erlöse aus den Börsengängen in den ersten drei Monaten des Jahres lagen 18 Prozent höher als in der gleichen Periode 2012, wie eine Bloomberg-Analyse belegt. Zu den größten Börsendebütanten gehörten Zoetis, die Tiermedizin-Tochter von Pfizer, mit einem Volumen von 2,6 Milliarden Dollar sowie das deutsche Immobilienunternehmen LEG Immobilien, dessen Aktien von Goldman Sachs platziert wurden. Gegenüber den 37 Milliarden Dollar aus dem vierten Quartal 2012 sanken die IPO-Erlöse allerdings um fast die Hälfte.

“Wir befinden uns in einer Welt, in der die Anleger an eine globale Erholung glauben”, sagt Evan Damast, Investmentbanker bei Morgan Stanley in New York. “Es gibt zwar noch ein paar Skeptiker, die vorsichtig vorgehen, aber die weltweite Investorenbasis ist für Wachstums-Stories sehr empfänglich.”

Der Dow Jones ist in diesem Monat auf ein Rekordhoch geklettert und der MSCI World Index erreichte den höchsten Stand seit annähernd fünf Jahren. Anhaltende Kursgewinne dürften dazu beitragen, den größten Rückstau bei IPOs seit mindestens 2007 aufzulösen. Unternehmen wie der Kontaktlinsenhersteller Bausch & Lomb oder das chinesische Internet-Unternehmen Alibaba könnten noch in diesem Jahr ihre Börsenpläne in die Tat umsetzen.

Das größte IPO-Volumen verzeichneten im vergangenen Quartal die USA mit 8,91 Milliarden Dollar oder 44 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie Bloomberg-Daten zeigen. Europäische Unternehmen spielten mit Börsengängen 3,66 Milliarden Dollar ein, das ist ein Plus von 25 Prozent. In Asien gab es hingegen einen Rückgang von 59 Prozent auf 2,88 Milliarden Dollar.

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