Rekordbörsengang
AIG verkauft Asiensparte teuer

Nach langem Hin und Her hat AIG doch noch die beste Lösung für sein asiatisches Versicherungsgeschäft gefunden. Der Börsengang in Hongkong spielte am Freitag bereits mehr Geld ein als erhofft.
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HB HONGKONG. Der gestrauchelte US-Versicherer AIG hat seine Asien-Sparte AIA erfolgreich an die Börse gebracht. Die AIA-Aktie kletterte bei ihrem Debüt am Freitag in Hongkong 11,8 Prozent auf 22,00 Hongkong-Dollar.

AIA legte damit den größten Börsengang in der chinesischen Sonderverwaltungszone hin. Der staatliche gestützte US-Konzern nahm bei dem Verkauf knapp 18 Mrd. Dollar ein. Mit dem Erlös aus dem IPO der Lebensversicherungstochter kann sich AIG nun allmählich aus der staatlichen Obhut befreien. AIG ist seit der Finanzkrise zu 80 Prozent in Staatsbesitz der USA. Der Versicherer trennt sich derzeit von Vermögenswerten, um die Steuergelder von mehr als 180 Mrd. Dollar für seine Rettung an die Regierung zurückzuzahlen.

Sollte die Mehrzuteilungsoption auch noch ausgeübt werden, würden AIG sogar 20,5 Mrd. Dollar zufließen. AIG verkaufte rund sieben Milliarden AIA-Aktien für 19,68 Hongkong Dollar (2,53 Dollar) je Anteil und damit am oberen Ende der Preisspanne. Damit wird AIA insgesamt mit 30,5 Mrd. Dollar bewertet.

Es ist der drittgrößte Börsengang aller Zeiten nach den Debüts der chinesischen Geldhäuser Agricultural Bank of China in diesem Jahr und ICBC im Jahr 2006.

Asiens Markt für Börsengänge läuft derzeit auf Hochtouren. Der Versicherer ist seit mehr als 90 Jahren in Asien tätig. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet AIA mit einem operativen Gewinn von zwei Milliarden Dollar. Eigentlich hatte AIA für rund 35 Mrd. Dollar an den britischen Versicherer Prudential verkauft werden sollen Das Geschäft platzte aber wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen und brachte den Börsengang wieder auf die Tagesordnung..

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