Rihanna zu sexy für Nivea
Beiersdorf-Chef will seriöser werden

Beiersdorf ist der Liebling der Anleger. Seit Amtsantritt von Chef Stefan Heidenreich legte die Aktie bereits um 41 Prozent zu. Besonders wichtig ist die Kosmetikmarke Nivea. Die soll jetzt traditioneller werden.
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Von der Pop-Diva Rihanna hat er sich im August getrennt. Natürlich nicht persönlich, aber als Werbefigur für seine wichtigste Konzernmarke Nivea. Um das Vertrauen der Anleger kämpft der Vorstandsvorsitzende Stefan Heidenreich von der Hamburger Beiersdorf in diesem Jahr weiter.

Heidenreich kann aber bereits auf unbestreitbare Erfolge verweisen - so auf den Durchbruch beim über mehrere Jahre dahindümpelnden Aktienkurs, der unter seiner Ägide gleich um 41 Prozent angestiegen ist. Beiersdorf aus Hamburg hat im letzten Jahr die Umsatzprognose gleich zwei Mal erhöht.

Der Abschied von Rihanna als prominentes Markengesicht von Nivea ist Teil der Strategie von Heidenreich, der die Marke mehr zu ihren Wurzeln zurückzuführen möchte. Logo und Verpackung wurden unter der Leitung des ehemaligen Chefs des Schweizer Lebensmittelkonzerns Hero sanft traditioneller gestaltet.

Wesentlich wichtiger für die Anleger an den Finanzmärkten wird es sein, die nach der Hausse derzeit dritthöchste Bewertung im deutschen Börsenbarometer Dax zu rechtfertigen. Beiersdorf-Aktien sind laut Bloomberg-Daten mit dem 29-fachen des geschätzten Gewinns bewertet und schlagen damit die beiden europäischen Konkurrenten L'Oreal und Unilever.

„Die Anleger haben in diesem Jahr honoriert, dass sich die Aufmerksamkeit für die Kernmarke Nivea ausgezahlt hat“, stellte Analyst Daniel Lucht von Research Farm in London im Dezember fest. Die bevorstehenden zwölf Monate würden „sehr viel schwieriger werden“, sagte der auf Konsumgüter und Einzelhändler spezialisierte Analyst.

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