Rüstungsbranche
Spekulationen drücken Rheinmetall-Aktien

Oft wurde die Lieferung deutscher Panzer nach Saudi-Arabien kritisiert. Aktuelle Spekulationen dürften Rüstungsgegner freuen: Der Deal steht möglicherweise vor dem Aus. Rhein-Metall spürt das als Zulieferer schmerzhaft.
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FrankfurtSpekulationen über ein drohendes Scheitern eines Milliardenauftrags aus Saudi-Arabien haben die Aktien des Panzerzulieferers Rheinmetall belastet. Die im MDax notierten Papiere verlieren in einem freundlichen Gesamtmarkt bis zu 2,1 Prozent auf 35,58 Euro. Händler verwiesen auf einen Bericht des „Handelsblatts“, dem zufolge ein geplantes Geschäft mit Saudi-Arabien über die Lieferung von 270 Panzern des Typs Leopard vor dem Aus steht. Lieferant der Leopard-Panzer im Wert von mindestens fünf Milliarden Euro wäre der deutsche Hersteller Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) gewesen. Rheinmetall ist in der Regel ein Zulieferer für den Kampfpanzer.

„Das ist eine enttäuschende Nachricht für Rheinmetall“, kommentierte DZ-Bank-Analyst Markus Turnwald. „Ein möglicher Großauftrag scheint verloren zu gehen.“ Üblicherweise habe Rheinmetall als Zulieferer bei den Leopard-Panzern einen Arbeitsanteil von rund 30 Prozent, das Auftragsvolumen für das Unternehmen hätte nach Schätzungen der DZ Bank bei diesem Deal bei rund 1,5 Milliarden Euro gelegen. „Obwohl Rheinmetall bereits ein Rekordauftragsbuch hat, wäre dieser Auftrag richtig groß gewesen“, sagte Turnwald. Rheinmetall und KMW waren zunächst nicht für Stellungnahmen zu erreichen.

Zudem berichtete das „Handelsblatt“, KMW führe Fusionsverhandlungen mit dem Französischen Konzern Nexter. Auch das wäre negativ für Rheinmetall, schätzt Analyst Turnwald. Rheinmetall würde gegen diese direkten Konkurrenten an Boden verlieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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