Aktien
Schering knapp behauptet - Prognose für Betaferon gesenkt

Die Aktie von Schering hat nach der Vorlage von Geschäftszahlen am Donnerstag ihre anfänglichen deutlichen Gewinne verloren und am Vormittag ins Minus gedreht.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie von Schering hat nach der Vorlage von Geschäftszahlen am Donnerstag ihre anfänglichen deutlichen Gewinne verloren und am Vormittag ins Minus gedreht. Ursache für den Kursverlust war nach Ansicht von Händlern die für 2004 gesenkte Umsatzprognose für das wichtige Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon. Schering erklärte die Maßnahme mit der zunehmenden Konkurrenz in den USA.

Die Aktie fiel bis 11.40 Uhr um 0,22 Prozent auf 50,04 Euro, der Dax gab zugleich um 0,05 Prozent auf 3 910,44 Punkte nach. Zwischenzeitlich hatte die Aktie mehr als zwei Prozent im Plus gelegen.

"Wir rechnen nun nicht mehr mit einem hohen einstelligen Umsatzplus, sondern mit einem Wachstum von Betaferon im mittleren einstelligen Prozentbereich", sagte Finanzvorstand Jörg Spiekerkötter am Donnerstag bei Vorlage der Bilanz für die ersten neun Monate.

Generell waren die Geschäftszahlen nach Ansicht von Händlern gleichwohl etwas besser ausgefallen als erwartet. Umsatz und Vorsteuergewinn hätten die Konsensschätzung genau getroffen, der Gewinn liege leicht über den Prognosen. Auch die erhöhte Ergebnisprognose für das Gesamtjahr werteten Marktteilnehmer positiv.

Schering hatte angetrieben von einem über den Erwartungen liegenden Umsatz mit der Anti-Baby-Pille Yasmin und weiteren Kosteneinsparungen im dritten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert. Vorstandschef Hubertus Erlen hob auf Basis der positiven Entwicklung der ersten neun Monate seine Prognose für das Ergebnis pro Aktie im laufenden Geschäftsjahr von 2,26 Euro auf über 2,35 Euro an. Zugleich bestätigte Schering seine bisherigen Prognosen für den Umsatz und das Betriebsergebnis im laufenden Geschäftsjahr.

Analyst Ulrich Huwald von M.M.Warburg äußerte sich in einer ersten Einschätzung verhalten positiv. "Netto ist das Ergebnis etwas besser ausgefallen als erwartet", sagte er. Operativ dürften die Zahlen allerdings eher erwartungsgemäß sein.

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