Sitzung des Verwaltungsrates der Investmentbank bringt keine Entscheidung
Börsengang von Lazard verzögert sich

Der Verwaltungsrat der Investmentbank Lazard hat auf seiner Sitzung die Entscheidung über den geplanten Börsengang vertagt. Das erfuhr La Tribune, die französische Partnerzeitung des Handelsblatts, aus Teilnehmerkreisen.

ali PARIS. „Es müssen noch einige Partner aus den USA überzeugt werden“, hieß es. Ursprünglich wollte Lazard-Chef Bruce Wasserstein bereits morgen die Unterlagen für den Börsengang bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichen.

Lazard-Chairman Michel David- Weill hat sich dem Vernehmen nach dafür ausgesprochen, angesichts der Komplexität der Materie nichts zu überstürzen. Bruce Wasserstein, operativer Chef der Bank, zeigte sich den Informationen zufolge weiter optimistisch, die Zustimmung der aktiven Partner zum geplanten Börsengang zu bekommen. Wann der Verwaltungsrat das nächste Mal tagt, ist nicht bekannt.

David-Weill hatte seine Zustimmung zum Börsengang an Bedingungen geknüpft: Zum einen sollen die Gründer-Familien zu einem bevorzugten Preis ausgekauft werden; zum zweiten müssten die Partner den Bedingungen des Börsengangs zustimmen.

Um die Bank für die Börse attraktiv zu machen, schlägt Bruce Wasserstein Berichten zufolge den aktiven Bank-Partnern vor, ihre Bezüge um rund 30 % zu kürzen. Dafür sollen sie mit Bank-Aktien entschädigt werden, die sie aber erst in frühestens drei Jahren verkaufen dürfen. Auf diese Weise soll ein Abgang der Top-Banker verhindert werden, deren Wissen und Kontakte das wichtigste Kapital der Investmentbank sind. Laut „Financial Times“ verweigern einige Partner dem Börsengang bisher die Zustimmung, da sie fürchten, Wasserstein werde dadurch zu viel Einfluss gewinnen.

Der Börsenwert von Lazard wird auf rund 3 Mrd. Dollar taxiert. Die Emission wäre damit die größte einer Investmentbank seit dem Börsengang von Goldman Sachs im Jahr 1999, der damals ein Volumen von 3,65 Mrd. Dollar hatte.

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