Snap-IPO bringt Millionen
Snapchat schickt High School in den Börsenhimmel

Nicht nur Snap ist im Höhenflug, sondern auch eine kalifornische High School. Vor einigen Jahren hatte sie in das Start-up investiert. Durch den Börsengang kassiert sie 24 Millionen Dollar – und hält weitere Anteile.
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San Francisco„Monumentale Nachrichten“ habe er anzukündigen, schreibt der Präsident einer kalifornischen High School in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief. Ein Fonds der Saint-Francis-Schule habe im Jahr 2012 insgesamt 15.000 Dollar in Snapchat investiert und gehörte damit zu den allerersten Investoren der App, die diese Woche durch ihren erfolgreichen Börsengang weltweit Schlagzeilen macht.

Das soziale Netzwerk Snapchat war 2012 der Hit unter den Schülern auf dem Schulhof im kalifonischen Mountain View und der Vater von zwei Kindern der Schule ein erfolgreicher Risikokapital-Geber. Seine Firma Lightspeed steckt 485.000 Dollar in das damals noch experimentell wirkende soziale Netzwerk, der SF Growth Fund der High School steuerte auf seine Empfehlung 15.000 Dollar bei.

Am Donnerstag ist die in Snap umgetaufte Mutterfirma der Snapchat-App in New York an die Börse gegangen – und der High-School-Fonds trennte sich von zwei Dritteln seiner Anteil. Einnahmen: 24 Millionen Dollar.

Den Verkauf vollzog die High School US-Medienberichten zufolge zum Preis von 17 Dollar. Das war der offizielle Ausgabepreis der Papiere. Nach einem Kurssprung am ersten Tag und weiteren Zuwächsen am Freitag ist eine Snap-Aktie mittlerweile 27 Dollar wert. Das verkaufte Paket hätte daher mittlerweile einen Wert von 38 Millionen Dollar.

Erste Pläne wie mit dem Millionensegen umgegangen wird, hat die katholische Schule bereits: „Katholische Erziehung erschwinglicher und zugänglicher für die Gemeinde machen und hochkarätige Lehrkräfte gewinnen und halten“, schreibt Schulpräsident Simon Chiu.

Die Kinder von Investor Barry Eggers hatten mit ihrer Begeisterung für die App und Berichten über den Erfolg des Produkts auf dem Schulhof den Vater zum Großinvestment überredet und so auch die Schule reich gemacht. Eggers Unternehmen Lightspeed Venture Partners hat aus dem Startinvestment von 485.000 Dollar etwa zwei Milliarden Dollar gemacht und das Unternehmen in die Top-Liga der Venture-Capital-Firmen katapultiert.

Snapchat ist dabei ein Ausreißer was den Bekanntheitsgrad der Investments angeht. Denn Lightspeed hat sich an sich auf die Welt spezialisierter Firmen-Software konzentriert. Mit Investitionen in den Software-Anbieter für Datencenter, Nutanix, die von Cisco Systems für 3,7 Milliarden Dollar übernommene Firma AppDynamics und den Cloud-Software-Spezialisten MuleSoft hatte Lightspeed zuletzt weitere erfolgreiche Investments vermelden können.

„Ich kann keine andere Firma nennen, die so viele große Erfolge in so kurzer Zeit verbucht hat wie Lightspeed“, sagte Marktbeobachter Ananad Sanwal von CB Insights der Nachrichtenagentur Bloomberg. Auf eine Schülerin zu hören, verhalf dem Unternehmen aber zu ihrem spektakulärsten Investment.

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