Sportartikelhersteller erweitert Sortiment in der Bekleidungssparte – Aktie zum Kauf empfohlen
Analysten loben Expansionspläne des Trendsetters Nike

Die Quartalsprognose zuerst niedrig halten und dann übertreffen: Mit diesem Rezept hat Sportschuhproduzent Nike zurzeit Erfolg am Markt.

HB HOUSTON. „Nike läuft und läuft, und es ist kein Ende in Sicht“, lobt Analyst Omar Saad von Credit Suisse First Boston (CSFB). Er bewertet die Aktie mit „outperform“, erwartet also eine überdurchschnittliche Kursentwicklung. Nike meldete vor kurzem, dass der Gewinn um fast ein Drittel auf 1,61 Dollar pro Aktie gestiegen sei. Damit übertraf das Unternehmen die Prognosen der Analysten deutlich. „Die Marke schafft es, alle möglichen Käuferschichten anzusprechen, unabhängig von Alter, regionaler Zugehörigkeit oder Sportart“, sagt Saad.

Mit am besten verkaufen sich die Schuhe des weltgrößten Sportbekleidungsherstellers: zum Beispiel die Sportschuhe „Air Force One“ oder etwa die Produktlinie des Basketballidols Michael Jordan. Im vergangenen Vierteljahr stieg der Preis für ein Paar Sportschuhe in den USA deutlich an. Nike hat zudem konkrete Pläne, um auch das Geschäft in der Kleidungssparte weiter anzukurbeln: In Zukunft will der Konzern weg vom reinen Sportdesign und verstärkt Kleidung verkaufen, die auch Nicht-Athleten anspricht, hat Vizepräsident Charles Denson angekündigt. Die Analysten sehen das als wichtigen Pluspunkt: „Der Bekleidungsbereich in der Sportbranche ist fast dreimal so groß wie der für Schuhe. Das heißt: Er birgt auf lange Sicht Nikes größte Wachstumsmöglichkeit“, sagt Joseph Yurman von Morgan Stanley.

Eine Hürde, die Nike in den kommenden Monaten zu überwinden hat, sind die Auswirkungen der jüngsten Naturkatastrophen in den USA, warnen die Experten. Die dadurch steigenden Kosten für Rohstoffe könnten dem Konzern ihrer Meinung nach gleich doppelt schaden: Zum einen wachsen damit die Produktionskosten für Nike – zum Beispiel wird durch höhere Erdölpreise die Herstellung von Kunststoffen und damit auch die Produktion von Sportschuhen teurer. Bislang kommt der Konzern allerdings offenbar dennoch gut zurecht, sagt Virginia Genereux von Merrill Lynch: „Es ist einzigartig, wie Nike es schafft, die wachsenden Produktionskosten mit höheren Einnahmen auszugleichen.“ Zum anderen gilt es, das Kaufinteresse der Kunden aufrecht zu erhalten. „Hurrikan „Katrina“ und die steigenden Benzinpreise haben bei den Menschen Spuren hinterlassen – sowohl psychisch als auch beim verfügbaren Einkommen“, sagt Prudential-Analystin Lizabeth Dunn.

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