Studie
Börsengang in Frankfurt am günstigsten

Die Deutsche Börse AG hat das „Deutsche Eigenkapitalforum“ in Frankfurt für Werbung in eigener Sache genutzt. Zusammen mit den Professoren Christoph Kaserer und Dirk Schiereck stellte Deutsche-Börse-Manager Rainer Riess eine Studie vor, derzufolge die Unternehmen in Frankfurt weniger zahlen für einen Börsengang als an anderen europäischen Handelsplätzen.

pk FRANKFURT. Die Gesamtkosten für einen Börsengang liegen laut der Studie in Frankfurt bei 8,7 Prozent, bei einer theoretischen Platzierung über 100 Euro fallen also 8,70 Euro Emissionskosten an. London ist der Untersuchung zufolge mit 11,7 Prozent deutlich teurer. Warum viele internationale Unternehmen trotzdem London den Vorzug geben, hänge auch mit Imagefragen zusammen, sagte Riess. Hier müsse sein Haus „einiges an Aufklärungsarbeit leisten“, um die Vorteile Frankfurts stärker herauszustellen.

Die Deutsche Börse rechnet laut Riess im kommenden Jahr mit einem weiterhin positiven Umfeld für Börsengänge, die zahlenmäßig in der Größenordnung des laufenden Jahres liegen dürften. Im bisherigen Jahresverlauf hätten 154 Unternehmen den Schritt auf das Parkett gewagt. Damit könnte dieses Jahr nach 1999 das erfolgreichste in der Geschichte der Initial Public Offerings (IPO) in Deutschland werden. 1999 waren 166 Unternehmen an die Börse gegangen.

Das Eigenkapitalforum bringt zum zehnten Mal börsennotierte Unternehmen und solche, die einen Börsengang planen, mit Investoren, Fondsmanagern und Analysten zusammen. Der Vorstandschef der Deutschen Börse, Reto Francioni, verwies auf die wachsende Akzeptanz der Veranstaltung, auf der in diesem Jahr rund 4 500 Teilnehmer erwartet werden. Ingrid Matthäus-Maier, Vorstandssprecherin der KfW, konstatierte einen deutlichen Nachholbedarf in puncto Eigenkapital. Viele Unternehmen im Mittelstand hätten nach wie vor Probleme, wegen der zu geringen Eigenkapitaldecke neue Kredite zu bekommen.

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