Aktien
Telekom reagiert kaum auf Bericht über weiteren Stellenabbau

Nach Meldungen über einen weiteren massiven Personalabbau bei der Deutschen Telekom hat die T-Aktie am Mittwoch nur leichte Kursgewinne verzeichnet. Für Marktbeobachter sind die Presseberichte über eine Streichung von weiteren 20 000 Stellen "keine große Überraschung".

dpa-afx FRANKFURT. Nach Meldungen über einen weiteren massiven Personalabbau bei der Deutschen Telekom hat die T-Aktie am Mittwoch nur leichte Kursgewinne verzeichnet. Für Marktbeobachter sind die Presseberichte über eine Streichung von weiteren 20 000 Stellen "keine große Überraschung". Gegen 11.35 Uhr kletterten die Papiere der Deutschen Telekom mit dem Markt 0,55 Prozent auf 16,46 Euro. Zur gleichen Zeit legte der Dax 0,63 Prozent auf 4 240,82 Punkte zu.

Die Nachrichten seien keine Überraschung für die Börse gewesen, sagte ein Frankfurter Händler. Sie hätten die T-Aktie nicht aus dem allgemeinen Marktgeschehen abkoppeln können. Außerdem seien in den letzten Handelstagen die Umsätze an der Börse sehr gering. Starke Kursbewegungen sind nach Einschätzung des Händlers kaum mehr möglich.

'Gerüchte, DIE Plausibel Erscheinen'

Für Analyst Stefan Borscheid von der WestLB sind die Meldungen über einen weiteren Personalabbau "Gerüchte, die plausibel erscheinen". "Wir waren davon ausgegangen, dass auch nach 2005 der Abbau der Personalkosten bei der Telekom weiter gehen wird." Allerdings sei es schwer vorherzusagen wann und wie stark der weitere Personalabbau vollzogen wird.

Der Umfang eines möglichen Stellenabbaus werde unter anderem davon abhängen, wie viel Geld die Telekom bereit stellen wird, sagte Borscheid. Außerdem werde auch die Lage am Arbeitsmarkt bei der Personalpolitik der Telekom eine wichtige Rolle spielen.

Begrenzte Möglichkeiten

Auch die Analysten der HVB-Group sehen derzeit nur begrenzte Möglichkeiten der Telekom für einen Stellenabbau. Anfang 2004 habe der Konzern mit den Gewerkschaften einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis zum Jahr 2008 vereinbart. Ein Stellenabbau müsste daher über die Nichtbesetzung freier Stellen erfolgen.

Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe) will die Telekom in den Jahren bis 2007 weitere 20 000 Stellen streichen. Das Blatt beruft sich dabei auf Informationen aus Konzernkreisen über einen entsprechenden Beschluss des Aufsichtsrates in der vergangenen Woche. Der Bonner Konzern selbst wollte den Bericht nicht kommentieren /jkr/mw

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